Spanien: Hyundai mit Dreifachführung, Loeb führt

Von Toni Hoffmann
WRC
  Sébastien Loeb stürmte in Spanien wieder an die Spitze

Sébastien Loeb stürmte in Spanien wieder an die Spitze

Sébastien Loeb ist wieder da, beim vorletzten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Spanien beendet der neunfache Rekordchampion die erste Etappe als Leader vor seinen Hyundai-Teamkollegen Thierry Neuville und Dani Sordo.

Der 79-Rekordsieger Sébastien Loeb hat es am Freitagabend wieder bewiesen. Spanien ist sein Terrain. Nach einem mäßigen Start am Vormittag wegen falscher Reifen schlug er am Nachmittag wieder zu. Er kämpfte sich vom sechsten Platz an die Spitze. Nach der ersten Etappe, die überwiegend auf Schotterpisten absolviert wurde, lag der neunmalige Spanien-Dominator im Hyundai i20 WRC 1,7 Sekunden vor Thierry Neuville und 7,6 Sekunden vor Dani Sordo, in den beiden restlichen Hyundai i20 WRC.

«Das ist einfach unglaublich», freute sich Loeb, der vor genau einem Jahr an gleicher Stelle seinen letzten der 79 Gesamtsiege erzielt hatte. «Ich ging bis ans Limit. Wir hatten einen guten Grip. Es ist unglaublich, wenn man noch drei Autos vor sich hat und dann führt. Wir hätten das nie vor dem Start geglaubt».

«Es war für uns ein guter Tag. Das Auto war okay. Es gab heute schon ein paar kniffelige Stellen, weil wir auch wegen der tief stehenden Sonne einige Sichtprobleme hatten», merkte Neuville an, derzeit 41 Punkte auf dem dritten WM-Rang hinter Tänak.

Lokalfavorit Dani Sordo, der bis zur fünften Entscheidung sein Heimspiel angeführt hatte, musste seinen ersten Platz an Loeb und Neuville abtreten. «Es ist nichts passiert. Es war etwas schwierig am Ende. Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich habe nichts falsch gemacht», meinte Sordo.

Der sechsfache Saisonsieger und Titelanwärter Ott Tänak kann in Spanien seinen ersten Titel vorzeitig unter Dach und Fach bringen. Die Chancen haben sich nach Pech von Sébastien Ogier erhöht. Er reihte sich am Freitagabend im Toyota Yaris WRC mit einem Rückstand von 21,7 Sekunden hinter seinem Teampartner Kris Meeke (+ 13,0) auf dem fünften Platz ein. «Ich weiß nicht so recht. Ich mache alles, was ich ohne einen Fehler machen kann. An manchen Stellen war schon am Limit. Ich weiß nicht, ob ich noch mehr tun kann», erklärte der Tabellenführer Tänak. In Spanien haben sich die Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Tänak von Toyota zu Hyundai verdichtet, bislang ohne offizielle Bestätigung.

Für Citroën war Spanien bislang das erfolgreichste Terrain mit elf Siegen. In diesem Jahr entwickelte sich die Rallye zum katalanischen Albtraum. Auf der zweiten Prüfung fiel im C3 von Sébastien Ogier die Servolenkung aus, was zur Folge hatte, dass er insgesamt nicht nur mehr als vier Minuten verlor, er stürzte von P1 auf P20 ab und darf nun wohl jede Chance auf seinen siebten WM-Titel in Folge vergessen. Vor Spanien rangierte der sechsfache Champion und Titelverteidiger 28 Punkte hinter dem Tabellenführer Ott Tänak auf dem zweiten Platz. Sein Pech brachte lauf Bild seine Frau, die TV-Moderatorin Andreas Kaiser auf die Palme. In einem Tweet bescherte sie sich über die schlechte Arbeit bei Citroën. «Es ist eine Schande, dass ihr einen Weltmeister in ein solches Auto setzt.»

«Nach diesem Morgen ist es wohl sehr schwierig noch irgendeine Motivation zu finden», merkte der dreifache Spanien-Sieger Ogier an. «Ich sehe keine Grund, um noch zu pushen. Alles, was wir noch machen, wir wollen diese Rallye beenden.»

Es kam für das Zwei-Zacken-Team noch schlimmer. Auf der fünften Prüfung rollte sich Esapekka Lappi mit dem zweiten C3 aus der Rallye.

Rallye Spanien – Stand nach 6 von 17 Prüfungen:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Loeb/Elena (F/MC), Hyundai

1:21:24,7

2.

Neuville/Gilsoul (B), Huyndai

+ 1,7

3.

Sordo/Del Barrio (E), Hyundai

+ 7,6

4.

Meeke/Marshall (B), Toyota

+ 13,0

5.

Tänak/Järveoja (EE), Toyota

+ 21,7

6.

Latvala/Anttila (FIN), Toyota

+ 30,1

7.

Evans/Martin (GB), Ford

+ 44,0

8.

Suninen/Lehtinen (FIN), Ford

+ 51,8

9.

Katsuta/Barritt (J/GB), Toyota

+ 1:50,3

10.

Östberg/Eriksen (N), Citroën R5

+ 2:549,8

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Lewis Hamilton: Hunger auf mehr als Formel 1

Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Mi. 25.11., 11:30, Eurosport 2
    Rallye: FIA-Europameisterschaft
  • Mi. 25.11., 12:30, SPORT1+
    Motorsport - Porsche GT Magazin
  • Mi. 25.11., 13:00, SPORT1+
    Motorsport - Porsche Carrera Cup, Magazin
  • Mi. 25.11., 13:20, Motorvision TV
    Classic Ride
  • Mi. 25.11., 15:10, Motorvision TV
    Formula Drift Championship
  • Mi. 25.11., 15:35, Motorvision TV
    Monster Jam FS1 Championship Series 2016
  • Mi. 25.11., 16:15, ORF Sport+
    Schätze aus dem ORF-Archiv: Formel 1 Saison 1996: Großer Preis von Monaco
  • Mi. 25.11., 16:15, Hamburg 1
    car port
  • Mi. 25.11., 16:20, Motorvision TV
    Formula E Street Racers
  • Mi. 25.11., 16:50, Motorvision TV
    Formula E - Specials
» zum TV-Programm
7DE