19. April 1999: Der Tag, an dem alles für Loeb begann

Von Toni Hoffmann
Sébastien Loeb im Citroën Saxo

Sébastien Loeb im Citroën Saxo

An diesem Tag vor 21 Jahren gab Sébastien Loeb zusammen mit seinem Stammbeifahrer Daniel Elena in Spanien im Citroën Saxo sein Debüt in der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft.

Rückblick auf 1995. Ein Franzose hat gerade seinen vierten Turn-Titel in seiner Heimat Elsass gewonnen. Aber er hat vom Turnen am Barren und dem Pauschenpferd genug. Er fährt gerne und hat festgestellt, dass er ziemlich gut darin ist. Zeit also, dies bei einer Rallye auszuprobieren.

Der damals 25-jährige Loeb kam zum Start der Rallye Catalunya - Costa Brava/Rallye Spanien in Lloret de Mar nach einer soliden Saison in der Citroën Trophy, einer in Frankreich ansässigen Marken-Serie für Nachwuchsfahrer, in der er auf Anhieb bei drei Starts auch dreimal gewann.

Bei Veranstaltungen wie die beliebte «Rallye Le Touquet» im Jahr 1998 war das Citroën-Werksteam auch für Tests mit Philippe Bugalski und Patrick Magaud im Xsara-Kit-Car anwesend. Loeb zeigte dort im Citroën Saxo vor dem Citroën-Teamchef Guy Fréquelin eine gute Leistung, die den Sportchef beeindruckte und es war der Beginn einer gemeinsamen Zukunft und Freundschaft.

Aber zurück zu diesem Debüt. Er hatte sich mit dem monegassischen Beifahrer Daniel Elena zusammengetan, der etwas mehr als ein Jahr älter war als er - aber Elena hatte mehr WM-Erfahrung. Er hatte die Rallye Monte-Carlo als 36. in einem Peugeot 106 beendet… als Fahrer. Elena entschied, dass seine Talente besser mit einem Notizbuch als mit einem Lenkrad in der Hand bedient wurden. Er saß neben Loeb am Morgen des 19. April 1999 zum Auftakt in Spanien.

Die erste Prüfung wurde wegen des hohen Zuschaueraufkommens aus Sicherheitsgründen gestoppt, keine Zeitwertung für Loeb & Co. Die zweite Entscheidung, die 11 km lange Santa Pellaia, war das erste Mal, dass Loeb in eine Prüfung der Rallye-Weltmeisterschaft startete. Der Start war ruhig und vernünftig. Sechstschnellster in der Klasse A6. Citroën Saxo-Kollege, der Spanier David Guixeras, war der Mann, den man in der Klasse schlagen konnte. Und Loeb hat ihn geschlagen. Bereits auf seiner vierten WM-Prüfung war Loeb der Schnellste in seiner Kategorie.

Der Tag endete mit einer Rückkehr nach Santa Pellaia. Loeb's WM-Abenteuer, beim dem er hinter Guixeras Zweiter wurde, endete vorzeitig, nachdem ihn ein Unfall zur Aufgabe gezwungen hatte.

Der Beginn einer Freundschaft

Fréquelin aber genug gesehen. Ein Deal wurde zwischen ihm und Loeb gemacht. Zwei weitere WM-Rallyes im Jahr 1999 brachten Klassensiege auf Korsika und in San Remo. Fréquelin durfte in Spanien den ersten Citroën-Sieg und den ersten Kit-Car-Truimph von Philippe Bugalski im Citroën Xsara Kit-Car in der Weltmeisterschaft vor Didier Auriol im Toyota Coralla WRC erleben

Zwölf Monate später landeten Loeb und Elena wieder in den Top 10 dieser beiden Rallyes, mit einem von der FFSA (französische Automobilsport-Organisation) unterstützten Toyota Corolla WRC. Und ein Jahr später gab Loeb bei seinen Einstand in der Klasse der World Rallye Cars im Citroën Xsara. Es war ein Super-Einstand. Um 11,4 Sekunden verpasste er bei diesem WRC-Debüt den Sieg, den er Gilles Panizzi im Peugeot 206 WRC überlassen musste.

Aber dieses WRC-Abenteuer, das 21 Jahre gedauert hat und weiter anhält, hatte am 19. April 1999 begonnen.

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