Burkarts Zypern-Nachlese

Von Toni Hoffmann
Burkart bei der «Tour der Leiden» auf Zypern.

Burkart bei der «Tour der Leiden» auf Zypern.

Nach der «Tour der Leiden» holt der Junioren-Vize-Champion noch sechs wichtige WM-Punkte.

Vor dem Start des zweiten Laufes zur Junior-WM auf Zypern reiste Aaron Burkart nach seinem Auftaktsieg in Irland als Tabellenführer an. Nach seiner «Tour der Leiden» im Suzuki Swift S1600 auf Zypern musste er die WM-Spitze an seinen Rivalen und Sieger Martin Prokop (Citroën C2 S1600) abgeben.

Den Auftakt am Freitag auf Asphalt würde der 26-Jährige allerdings gern noch einmal neu angehen. Die ersten WP-Kilometer der Rallye Zypern begannen wenig verheissungsvoll für Aaron Burkart. Gleich auf der ersten Prüfung musste er zusammen mit Co-Pilot Michael Kölbach in Folge eines Plattfusses einen Reifen wechseln. «Das warf uns schon zu Beginn der Rallye zurück, denn es kostete uns insgesamt rund drei Minuten. Das ist ein Rückstand, mit dem wir noch Einiges hätten erreichen können, wenn es denn dabei geblieben wäre», vermutet Burkart.

Doch bereits auf der dritten Prüfung musste das deutsche Team einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Die teilweise sehr rauen zyprischen Straßen machten den Reifen zunehmend zu schaffen. «Die Laufflächen an den Vorderreifen lösten sich sogar ab. Ähnliches ist mir bisher nur einmal während des WM-Laufes in Deutschland im vergangenen Jahr passiert. Dort waren wir allerdings auf einem Truppenübungsplatz unterwegs und nicht auf normalen asphaltierten Straßen. Da haben die WRC ganze Arbeit geleistet», so Burkart, der damit auf die viel diskutierte Reifenvorgabe für die Rallye anspielt: Nur die Junioren waren am ersten Tag richtig bereift unterwegs, alle anderen Fahrzeuge mussten die Asphaltpassagen mit Schotterreifen meistern. «Schotterreifen haben viel härtere Flanken, was das Schneiden der Kurven ungefährlicher gemacht. Von diesem Vorteil wurde offensichtlich ordentlich Gebrauch gemacht und dementsprechend viel Dreck auf die Strasse transportiert. Für uns war das Fahren damit ein wahrer Drahtseilakt.»

Als er sich auf der letzten Prüfung am Freitag auch noch ein Rad abriss, war an eine Aufholjagd aus eigener Kraft kaum noch zu denken. «Weil wir die WP nicht beendet haben, aber morgen wieder starten wollen, bekommen wir die üblichen fünf Strafminuten dazu. Für mich ist es jetzt entscheidend, hier das Ziel zu sehen und die wichtigen Meisterschaftspunkte mit nach Deutschland zu nehmen», fasst der angehende Wirtschaftsingenieur am Ende des ersten Tages zusammen.

Über Nacht weichte der Regen die Schotterstrecken zu weiten Teilen auf und die neue Vorsichts-Taktik erwies sich damit als goldrichtig: «Wir haben das Fahrwerk sehr hoch geschraubt, um bloß keinen Stein zu erwischen. Das hat uns wahrscheinlich auch in einer Bergauf-Kehre davor bewahrt, im Matsch stecken zu bleiben. Das waren wirklich keine schönen Rallye-Bedingungen mehr, aber das kann ich mir nun mal nicht aussuchen», meinte Burkart. Immerhin blieben ihm am Samstag und am Sonntag weitere Probleme erspart und er konnte sich im Ziel über seinen dritten Platz freuen.

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