Kroatien: Skoda Teams feiern Doppelsieg in WRC3

Von Toni Hoffmann
WRC
Andreas Mikkelsen bleibt in der WRC2 vorne

Andreas Mikkelsen bleibt in der WRC2 vorne

Beim dritten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Kroatien feiert Skoda in der WRC3-Wertung mit Kajetan Kajetanowicz und Emil Lindholm, Andreas Mikkelsen behauptet Führung in der WRC2.

Skoda Teams haben bei der Rallye Kroatien (23. bis 25. April 2021), dem dritten Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft, die Kategorie WRC3 dominiert und in der WRC2 wertvolle Meisterschaftspunkte gesammelt. Kajetan Kajetanowicz/Maciej Szczepaniak (PL) gewannen im Skoda Fabia Rally2 evo des Lotos Rally Teams die WRC3 vor Emil Lindholm/Mikael Korhonen (FIN) im baugleichen Auto. Die beiden Crews des von Skoda Motorsport unterstützten Teams in der WRC2, Marco Bulacia/Marcelo Der Ohannesian (BOL/ARG) und Andreas Mikkelsen/Ola Fløene (NOR/NOR), erreichten das Ziel nach 20 Prüfungen über insgesamt 300,32 Kilometer auf den Rängen drei und fünf der Kategorie.

Ein Phäomen tritt bei allen Asphalt-Rallyes auf: Durch intensives Kurvenschneiden schleudern die Autos Steine und Sand auf die Fahrbahn, wodurch nach jedem Teilnehmer die Ideallinie immer rutschiger wird. Auch die Premiere der FIA Rallye-Weltmeisterschaft in Kroatien bildete darin keine Ausnahme. So sorgten mit Schotter verschmutzte Kurven für zahlreiche Dreher und Ausrutscher.

Unter den Betroffenen waren auch Andreas Mikkelsen und Beifahrer Ola Fløene. Die von Skoda Motorsport unterstützten Norweger verloren bereits am Freitag rund 40 Minuten, als ein kleiner Ausflug neben die Piste die Radaufhängung ihres vom Team Toksport WRT eingesetzten Skoda Fabia Rally2 evo beschädigte. Nur durch ihre Fähigkeiten als Mechaniker blieben sie überhaupt im Wettbewerb. Mikkelsen/Fløene erreichten schließlich als Fünfte der WRC2 das Ziel, stockten ihr Punktekonto aber noch um fünf Extrapunkte für die Bestzeit auf der abschließenden Powerstage auf. Das reichte aus, um die Tabellenführung in der Kategorie WRC2 zu verteidigen.

Eine problemlose Rallye erlebten dagegen ihre Teamkollegen bei Toksport WRT, Marco Bulacia (BOL) und Beifahrer Marcelo Der Ohannesian (RA). Die südamerikanischen Youngster erreichten das Ziel als Dritte in der WRC2 und erzielten ihr erstes Podiumsresultat in dieser Kategorie. Bulacia verbesserte sich in der Fahrerwertung der WRC2 auf den zweiten Platz, was den Crews von Toksport WRT nach drei WM-Läufen eine Doppelführung in der Kategorie beschert.

Eine Weile belegten die Kundenteams von Skoda Motorsport die ersten drei Plätze in der Kategorie WRC3. Chris Ingram/Ross Whittock (GB), die FIA Rallye-Europameister des Jahres 2019, verabschiedeten sich allerdings aus diesem Trio, als sie den von SXM Competition eingesetzten Skoda Fabia Rally2 evo für eine Minute neben die Piste setzten. So holten eine polnische und eine finnische Crew die Kastanien für die tschechische Marke aus dem Feuer. Kajetan Kajetanowicz und Beifahrer Maciej Szczepaniak gewannen die Kategorie. Ihr Vorsprung auf Emil Lindholm/Mikael Korhonen im Skoda Fabia Rally2 evo betrug am Ende über eine Minute. Ingram/Whittock kamen schließlich als Fünfte der Kategorie ins Ziel.

Zum nächsten Lauf reist die FIA Rallye-Weltmeisterschaft in den äußersten Westen Europas. Die Vodafone Rallye Portugal geht vom 20. bis 23. Mai rund um die Hafenstadt Porto über die Bühne.

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