Rallye Estland: Pajari (Toyota) gewinnt alle Wertungsprüfungen zum Auftakt
Toyota-Youngster Sami Pajari führt die Rallye Estland nach den ersten sieben Wertungsprüfungen am Ende des Eröffnungstages mit 14,7 Sekunden Vorsprung an.
Der Finne dominierte den Eröffnungstag des neunten Rallye-WM-Laufs und gewann alle sieben WPs. Er liegt nun mit einem Respektvorsprung auf Solberg in Führung.
Mit bisher fünf Podiumsplätzen bei acht Starts in der Rallye-Weltmeisterschaft 2026 fehlt Pajari bisher nur noch der lang ersehnte erste Sieg.
Nachdem er am Freitagmorgen beim Shakedown gemeinsam mit seinem Toyota-Teamkollegen Elfyn Evans die schnellste Zeit gefahren war, nahm Pajari sein Momentum in den gesamten Auftakttag mit.
Pajari war auf allen sechs Schotter-Waldprüfungen der Schnellste und schaffte es sogar, die Asphalt-Superspecial-Prüfung«Elva linn» zu gewinnen, die den Tag abschloss.
«Es hat uns sehr viel Spaß gemacht», kommentierte Pajari. «Allerdings ist es erst der erste Tag dieser Veranstaltung. Daher ist es noch zu früh zu sagen, wie es in den nächsten beiden Tagen weitergeht. Aber es lief bisher einfach großartig. Ich hoffe, wir können diesen guten Schwung in den nächsten beiden Tagen beibehalten».
Der Sieger der letzt jährigen Rallye Estland, Oliver Solberg, beendet den Freitag als Pajaris engster Verfolger. Der Schwede konnte jedoch nicht mit dem Tempo seines Toyota-Teamkollegen ganz mitgehen.
Stattdessen musste der Schwede erst einmal gegen Adrien Fourmaux (Hyundai) behaupten, der nach sieben Wertungsprüfungen gerade nur 1,8 Sekunden zurückliegt.
«Es war ein schwieriger Tag und auch etwas enttäuschend. Wir müssen versuchen, für morgen ein besseres Gefühl zu bekommen und uns zu verbessern», meinte Rallye Monte Carlo-Sieger Solberg.
Fourmaux wertete: „Es ist ein guter Kampf, wir werden morgen sehen. Der dritte Platz heute Abend ist positiv, also können wir zufrieden sein.“
Thierry Neuville (Hyundai) beendete den Tag auf dem vierten Platz, 7,5 Sekunden hinter seinem französischen Teamkollegen.
«Ich hatte zum Auftakt mehr erwartet»,bedauerte Neuville. „Das Auto fühlte sich bei den Testfahrten ehrlich gesagt brillant an. Aber heute konnte ich davon nichts wiederfinden. Ich habe massives Untersteuern. Wir werden morgen ein paar Dinge ändern und sehen, was passiert».
Hinter Neuville liegt Weltmeister Sebastien Ogier (Toyota) mit 9,3 Sekunden Rückstand auf Position fünf in Lauerstellung.
Takamoto Katsuta (Toyota) lag auf Platz sechs doch Probleme mit dem linken Vorderrad in WP 6 kostete ihn über eine Minute und warf ihn um fünf Plätze auf Rang 11 zurück.
Anschließend schied er auf der Verbindungsetappe vor der WP 7 aus, was ihm eine Zeitstrafe von 10 Minuten einbrachte. Diese zwingt ihn dazu zwang, am Samstag bei den neun Wertungsprüfungen die Strecke als früher Starter als Straßenkehrmaschine unterwegs zu sein.
Martins Sesks liegt bei seinem Heimspiel für das M-Sport Ford-Team stattdessen auf dem sechsten Platz. Das Supertalent konnte auf der vorletzten WP mit der drittbesten Zeit gleich vier Plätze gutmachen.
Eine Kollision mit einer Absperrvorrichtung beim Shakedown hatte Schäden an seinem Puma verursacht. Sesks musste die Rallye mit einer 20-Sekunden-Strafe beginnen, weil er den Service zwei Minuten zu spät verlassen hatte. Ohne diese Strafe hätte er nur 24,7 Sekunden Rückstand auf den Führenden gehabt und wäre damit sogar vor Ogier gelegen.
Sesks bilanzierte: «Der heutige Tag war gut. Wir haben richtig Gas gegeben, aber der Dank für diesen Tag gebührt dem Team. Wenn wir morgen unser Tempo halten können, wäre daseinfach großartig».
Die Plätze sechs bis neun liegen nur 5,7 Sekunden auseinander. Hyundai-Teilzeitpilot Esapekka Lappi zeigte sich mit seinem Tempo nicht ganz zufrieden und wird an siebter Stelle notiert. An achter Position wird M-Sport-Fahrer Josh McErlean aufgelistet.
Der im WM-Zwischenklassement führendeElfyn Evans beendete den Tag auf Platz neun, 49,8 Sekunden hinter der Spitze. Der Waliser hatte den ersten Wertungstag vor allem damit verbracht hatte, die Schotterpiste für seine Rivalen frei zu fahren.
Katsutas Drama in der Schlussphase erspart Jon Armstrong (M-Sport Ford) die mühsame Aufgabe, die WPs am Samstag zu säubern.
Der Ire haderte: «Was hätte sein können, wenn eine unglückliche Landung nach einem Sprung in der WP1 nicht einen Reifenschaden am linken Vorderrad verursacht hätte und den linken vorderen Kotflügel verformt hätte». Armstrong beendete den Freitag mit einem Rückstand von 14,5 Sekunden auf den Evans.
Skoda-Pilot Robert Virves führt bei seiner Heimrallye einen erbitterten Kampf in der WRC2-Kategorie an und liegt nur 2,5 Sekunden vor seinem Titelkonkurrenten Teemu Suninen im Toyota.
Die Toyota-Fahrer Roope Korhonen und Jaspar Vaher belegen nach dem ersten Tag die Plätze drei und vier, während Emil Lindholm (Skoda) die Position Tag fünf hält.
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