Argentinien und Citroën, eine Liebesbeziehung

Von Toni Hoffmann
WRC

Argentinien ist die fünfte Station der Rallye-Weltmeisterschaft 2014. Zum südamerikanischen Schotter-Klassiker hat Citroën eine ganz besondere Beziehung, Dort siegte das Zwei-Zacken-Team neunmal.

Kein Zweifel, Argentinien ist eindeutig das erfolgreiche Terrain von Citroën. Bei den letzten Ausgaben des südamerikanischen WM-Klassiker saß der Sieger in einem Citroën. Nur ein Jahr nach dem WM-Einstieg von Citroën holte Carlos Sainz 2004 in Argentinien der erste Triumph für das Zwei-Zacken-Team im Xsara WRC. Dann folgte die Ära «Sébastien Loeb». Zuerst noch im Xsara WRC, dann im C4 WRC und später im DS3 WRC wie zuletzt 2013 bei seiner Abschiedstournee. Citroën ist in Südamerika unschlagbar.

Doch das Team um Chef Yves Matton ist sich im klaren darüber, dass jede erfolgreiche Serie zu Ende geht. Er hat noch nicht den Nachfolger für Loeb, dem erfolgreichsten Rallye-Piloten aller Zeiten gefunden. Noch können die beiden Neuzugänge Mads Østberg und Kris Meeke nicht in die Fußstapfen des neunfachen Champions treten.  

Und Citroën hat viele Hunderttausende Fans in Argentinien. In diesem Jahr dürfen es noch bei weitem mehr sein. José Maria López, auf der Rundstrecke der Teamkollege von Sébastien Loeb und der aktuelle Spitzenreiter in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft, kommt aus Argentinien. Doch sein Terminkalender lässt keinen Besuch des Citroën-Teams in Carlos Paz zu. Im Citroën C-Elysée tritt er auf dem Slovakia-Ring beim nächsten Tourenwagen-WM-Lauf an.  

Die Rallye Argentinien gilt als eine der anspruchsvollsten Rallyes im WM-Kalender. Insider sprechen von drei Rallyes an drei Tagen. Den Schotterposten am ersten Tag folgen am Samstag die mehr sandigen Prüfungen bei Santa Rosa de Calamuchita. Am Sonntag sind die engen und felsigen Pisten in den Traslasierra-Bergen die finalen Kriterien.  

«Die Rallye Argentinien ist einer der Saisonhöhepunkte», hält Marek Nawarecki fest, der in Argentinien den Citroën-Sportchef Yves Matton wegen des Tourenwagen-Rennens in der Slowakei vertritt. «Das Wetter und die Strecken sind sehr unterschiedlich. Für das Team eine große Herausforderung.» Und der Chefingenieur Didier Clément ergänzt: «Die Prüfungen führen teils auf über 2.000 Meter. Wir können dort unsere Erkenntnisse aus unserer Arbeit vor der und während der Rallye Mexiko nutzen. Ich denke, wir müssen nur wenige Änderungen am Set-up vornehmen.»  

Mads Østberg geht bereits zum vierten Mal in Carlos Paz an den Start. Er schwärmt von der tollen Atmosphäre dort: «Argentinien gehört zu meinen Lieblingsrallyes. Die Fans und ihre Leidenschaft schaffen eine ganz tolle Atmosphäre. Und einige Prüfungen sind einfach wunderschön.» Nach zwei Podiumsplatzierungen in Schweden und in Portugal hofft Østberg, dass der Trend anhält. «Unsere Vorbereitung ist perfekt. Die Entwicklung verläuft weiter positiv. Die Tests haben unseren guten Prozess bestätigt. Ich muss aber noch weiter an meinem Fahrstil arbeiten, um mit dem Citroën DS3 WRC noch schlagfertiger zu sein. Das ist aber noch ein längerer Prozess, das ändert sich nicht über Nacht. Aber ich bin zuversichtlich», führt der aktuelle WM-Dritte weiter aus.  

Sein Teamkollege Kris Meeke hat nur wenig Argentinien-Erfahrung. «2010 war ich hier, als die Rallye zur Intercontinental Rally Challenge zählte», merkt Meeke an. «Die Prüfungen waren aber nicht die gleichen wie jetzt. Aber es ist gut über die Beschaffenheit der Strecken Bescheid zu wissen.» Nach seinen weniger glücklichen Einsätzen in diesem Jahr hat Meeke eine etwas andere Zielsetzung als Østberg: «Wir dürfen diesmal keine Fehler machen und wir müssen das Auto ins Ziel bringen. Unsere Pace ist nicht schlecht, auch das Vertrauen ins Auto ist da, nur wir müssen jeglichen Fehler endlich vermeiden. Wir müssen sehen, dass wir uns diesmal auch gute Streckennoten notieren.»  

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