Rallye Deutschland: Endlich Asphalt, Vorteil Ogier

Von Toni Hoffmann
WRC
Volkswagen freut sich auf das Rallye-Heimspiel in Deutschland, erste volle WM-Rallye des Jahres auf Asphalt, Ogier – Mikkelsen – Latvala: Volkswagen mit WM-Führenden beim Heimspiel.

Party, «Panzerplatte» und PS – besonderes Flair bei der ADAC Rallye Deutschland. Nichts als Asphalt weit und breit – Volkswagen freut sich unbändig auf das Heimspiel in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WM). Nachdem die Wolfsburger bereits im vergangenen Jahr mit einem Dreifachsieg ihren Frieden mit der Rallye Deutschland gemacht und sich in der laufenden Saison als WM-Führende mit den Plätzen eins, zwei und drei die ideale Ausgangsposition geschaffen haben, geht das Team als Favorit in den neunten Saisonlauf. Für Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F/F), Andreas Mikkelsen/Anders Jæger (N/N) und Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN), die geschlossen die Route eröffnen, spielt der Startnachteil bei zuletzt sechs Schotter-Rallyes in Folge auf Asphalt keine Rolle mehr. Je nach Witterungslage können die ersten Startpositionen bei WM-Läufen auf diesem Untergrund sogar einen Vorteil bedeuten. Mit den Rallyes in Deutschland, China und Frankreich stehen nun drei Asphalt-Läufe in Folge auf dem Programm der Rallye-WM. In Deutschland erwarten die Teilnehmer 18 Wertungsprüfungen und 306,80 Kilometer gegen die Uhr – darunter die berühmt-berüchtigte „Panzerplatte“ und die malerischen Weinberg-Prüfungen.

«Nach sechs Rallyes haben wir nicht mit einem Startnachteil zu kämpfen – denn auf Schotter folgt nun Asphalt», so Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito. «Dazu das Heimspiel für Volkswagen, der historische Dreifacherfolg aus dem Vorjahr sowie die WM-Positionen eins, zwei und drei im Rücken – die Voraussetzungen sind vor der Rallye Deutschland die bisher besten der Saison. Wir wissen aber auch um unsere starken Gegner von Hyundai, Citroën und M-Sport-Ford und die Tatsache, dass die Rallye Deutschland unberechenbar und extrem anspruchsvoll ist. Gerade deshalb sind wir bereit für die Aufgabe.»

Made (it) in Germany: als Volkswagen seinen Frieden mit der Rallye Deutschland machte

Im dritten Anlauf zum Sieg – und was für einem. Nachdem in den Jahren 2013 und 2014 das Volkswagen Team den Sieg teils auf dramatische Art und Weise verpasste, gelang 2015 ein umjubelter Dreifachtriumph bei der Rallye rund um Trier. Am Ende schaffte es der Polo R WRC mit der Startnummer 1 von Sébastien Ogier auf den ersten Platz, vor seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen als Drittplatziertem. Mindestens ebenso beeindruckend war die Bilanz auf den insgesamt 21 Wertungsprüfungen – bis auf eine einzige entschieden die drei Rallye-Polo alle Wertungsprüfungen für sich, inklusive der Powerstage.

Drei, zwo, eins … und «go»: Ogier, Mikkelsen und Latvala als Erste auf der Strecke

Wie 2015 geht Volkswagen auch im Jahr 2016 von den ersten drei Startpositionen ins Rennen um die Rallye Deutschland. Die Reihenfolge wird bis einschließlich des Rallye-Samstags durch die aktuellen Positionen im Meisterschaftsstand bestimmt. Seit März 2014 liegen Sébastien Ogier und Julien Ingrassia ununterbrochen an der Spitze der Gesamtwertung mit aktuell 143 Punkten – und eröffnen nun zum 31. Mal in Folge die Route. Ihre ärgsten Verfolger kommen aus dem Volkswagen Lager: Andreas Mikkelsen und Anders Jæger verkürzten zuletzt den Rückstand auf 45 Zähler. Auf Rang drei folgt das dritte Volkswagen Duo: Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila, die sich mit Rang zwei bei der Rallye Finnland auf die dritte Position der Meisterschaft verbesserten mit nun 87 Punkten.

«Panzerplatte», «Mittelmosel», «Dhrontal» und Co. – die sportliche Herausforderung

Drei unterschiedliche Rallye-Welten an drei Tagen – die Rallye Deutschland bildet nicht nur den ersten vollen Asphalt-Lauf des Rallye-WM-Jahres, sie ist auch in Sachen Charakteristik eine wahre Herausforderung für Mensch und Material. Schnelle Prüfungen durch Wälder und offene Landschaft, enge, verschlungene Pfade durch die Weinberge sowie das Highlight mit der «Arena Panzerplatte» auf dem Truppenübungsgelände von Baumholder. Der Freitag wird bestimmt durch die beiden Prüfungen «Mittelmosel» und «Moselland», sowie die Zuschauerprüfung «Ollmuth». Der Samstag wird geprägt durch die Prüfungen auf der «Panzerplatte» mit drei Durchgängen auf der kurzen Zuschauerprüfung sowie zweimal der WP «Panzerplatte Lang». Und damit über 90 Kilometer gegen die Uhr allein auf dem Truppenübungsplatz Baumholder mit seinen berühmt-berüchtigten «Hinkelsteinen», die unnachgiebig am Streckenrand stehen und in der Vergangenheit so manche Aufhängung auf dem Gewissen hatten. Der Sonntag wird durch die beiden Sonderprüfungen «Dhrontal» in den Weinbergen und die abschließende Powerstage «Sauertal», abgerundet.

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