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4h Red Bull Ring: Sogar besseres Racing als FIA WEC?

Von - 12.07.2018 08:09

Wenn die European Le Mans Series am Red Bull Ring gastiert ist Motorsport der Extraklasse angesagt. 42 Fahrzeuge laufen beim Event in der Steiermark auf. Viele Wagen im Feld starteten auch bei den 24 Stunden von Le Mans.

Die internationale Sportwagen-Szene ist ganz klar geprägt von den 24 Stunden von Le Mans. Der große Langstrecken-Klassiker an der französischen Sarthe ist das alljährliche Highlight der LMP-Welt. Seit 2012 zählt Le Mans zudem zur FIA WEC – der weltumspannenden Sportwagen-WM. Auf europäischem Boden hat sich die sogenannte European Le Mans Series (ELMS) etabliert. Und dort geht es aktuell richtig spannend zur Sache. Anstatt dominierende Toyota gegen (teilweise) überforderte Privatwagen gibt es in der ELMS echte Fights um den Gesamtsieg. Das liegt zuerst einmal daran, dass die Sportwagen-Königsklasse LMP1 im europäischen Championat nicht zugelassen ist. Somit fahren die LMP2-Boliden um den Gesamtsieg. Insgesamt 18 Fahrzeuge dieser Kategorie sind beim Auftritt am Red Bull Ring (20. bis 22. Juli) mit dabei. Elf davon traten auch bei den 24 Stunden von Le Mans an.

Angeführt wird das LMP2-Tableau natürlich von den neun Oreca 07, die als die schnellsten Wagen der Kategorie gelten. Mit den Teams Racing Engineering und G-Drive Racing sind in dieser Fraktion auch die zwei Sieger der ersten beiden ELMS-Läufe 2018 (Le Castellet und Monza) am Red Bull Ring vertreten. G-Drive Racing hat zudem den Auftakt der FIA WEC in Spa-Francorchamps gewonnen und lag (bis zur Disqualifikation nach dem Rennen) auch in Le Mans ganz vorne. Mit Roman Rusinov, Andrea Pizzitola und Jean-Eric Vergne sitzt am Red Bull Ring wieder das erfolgreiche Fahrer-Trio im russisch gesponserten Fahrzeug.

Auch das eigentlich in der FIA WEC startenden G-Drive-Schwesterauto von TDS Racing ist in der Steiermark mit dabei. Hier geben Matthieu Vaxivière, François Perrodo und Audi-DTM-Pilot Loïc Duval den nächsten ELMS-Gastauftritt. Aus der FIA WEC bekannt ist ebenfalls DragonSpeed. Doch während in der WM neben einem LMP2 sogar noch ein LMP1 eingesetzt wird, beschränkt sich die Mannschaft von Elton Julian im der ELMS auf einen Oreca 07 für Henrik Hedman, Ben Hanley und Nicolas Lapierre. Die Wagen von Duqueine Engineering, IDEC Sport, APR - Rebellion Racing und Graff (2) runden das Oreca Aufgebot ab – wobei einer der beiden Graff-Wagen ebenfalls unter dem Sponsor-Banner von G-Drive antritt.

Vom Ligier JS P217 werden fünf Modelle in die Steiermark gebracht. Herausstechen dürften hier die beiden Wagen von United Autosports, die mit Philip Hanson/Filipe Albuquerque bzw. William Owen/Hugo de Sadeleer/Wayne Boyd auch recht gut besetzt sind. In der Kombination Owen/de Sadeleer/Albuquerque hatte United Autosports übrigens 2017 am Red Bull Ring gesiegt. Im Ligier von Panis Barthez Competition ist mit Will Stevens ein ehemaliger Formel-1-Pilot vertreten. Die Ligier von IDEC Sport und Algarve Pro Racing sind lediglich mit Bronze-Fahrern besetzt und werden somit nicht um den Gesamtsieg kämpfen.

Von vier Dallara P217 wird das LMP2-Feld am Red Bull Ring vervollständigt. Zu beachten gilt es hier vor allem den Wagen von Cetilar Villorba Corse, in welchem Ex-F1-Fahrer Felipe Nasr mitfährt, und der Renner von SMP Racing, in dem mit den beiden russischen Youngstern Egor Orudzhev und Matevos Isaakyan auch zwei aktuelle LMP1-Piloten antreten. High Class Racing sowie AVF By Adrián Vallés setzen ebenfalls auf das LMP2-Modell aus Italien.

Sechs Fahrzeuge treten in der GTE-Klasse an. Hier gibt es einen Kampf zwischen drei Ferrari 488 GTE und drei Porsche 911 RSR. Bei den Boliden aus Zuffenhausen handelt es sich komplett um die neuste Generation mit Mittelmotor. Mit diesem Wagen hat Proton Competition (unter den Nennung Dempsey-Proton Racing) zuletzt die 24 Stunden von Le Mans in der GTE-Am-Kategorie gewonnen. Die Mannschaft von Christian Ried wird am Red Bull Ring wieder zwei Wagen einsetzten und den dritten 911 RSR von Ebimotors gleich noch mitbetreuen. JMW Motorsport, Spirit Of Race und Krohn Racing stellen das Ferrari-Kontingent.

Nicht in der FIA WEC am Start ist die LMP3-Kategorie. In der ELMS bietet die kleinste aller ACO-Prototypen-Klassen jedoch immer ein richtiges Spektakel. Sage und schreibe 18 LMP3 wurden für den Auftritt am Red Bull Ring gemeldet. 14 Ligier JS P3 stellen das Grundgerüst. Als etwas schneller haben sich jedoch die Norma M30 erwiesen, die mit vier Vertretern in der Steiermark auflaufen werden. Hier geht es zur vorläufigen Entrylist der 4h vom Red Bull Ring.

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