Formel 1

Sauber – Giedo van der Garde: Gerichtsstreit beendet!

Von - 14.03.2015 00:37

Kurz vor Mitternacht Schweizer Zeit – zehn Uhr Samstagmorgen in Melbourne – liessen die Anwälte von Giedo van der Garde die Katze aus dem Sack: Die Klage gegen Sauber ist zurückgezogen.

Pessimisten hatten ihre Pinsel in den Kübel mit schwärzester Farbe getunkt: Das Sauber-Material werde hier in Australien beschlagnahmt, so wie es die Anwälte des Rennfahrers Giedo van der Garde beantragt hatten, das Team werde in Malaysia gar nicht antreten können oder werde bald zusperren, Monisha Kaltenborn werde inhaftiert. Fehlte nur noch, dass behauptet worden wäre, die Sauber-Teamchefin würde in Ketten gelegt und bei Wasser und Brot in einen Gefängnisturm geworfen.

In Wahrheit hatte der australische Richter Clyde Croft gestern Sauber und Giedo van der Garde zur Vernunft ermahnt: «Ich wünsche mir, dass beide Parteien in dieser Angelegenheit ernsthaft miteinander diskutieren und sich auf eine Lösung einigen.» Diese Gespräche wurden gestern in die tiefe Nacht von Melbourne hinein gehalten. Auch mit Teamgründer Peter Sauber, der nach Australien geflogen ist.

Nächster Gerichtstermin dann heute Morgen 9.30 Uhr hier in Melbourne (also ab 23.30 Uhr Freitagnacht europäischer Winterzeit). Und nach nicht einmal einer halben Stunde liessen die Rechtsvertreter des niederländischen Rennfahrers die Bombe platzen – die Anträge auf Beschlagnahmung des Sauber-Material sowie auf Inhaftierung von Frau Kaltenborn, beides zurückgezogen, die Angelegenheit, so die Anwälte von Giedo van der Garde, sei geregelt.

Geregelt heisst jedoch: die Urteile des Schweizer Schiedsgerichts sowie des Gerichts in Melbourne – wonach Giedo van der Garde für Sauber Rennen fahren darf – haben Bestand. Nur die Beschlagnahmungs-Bedrohung ist abgewendet.

Giedo van der Garde sagt: «Im Respekt für den Motorsport im Allgemeinen und für die Formel 1 im Besonderen, habe ich es aufgegeben, mein Recht durchzusetzen, am kommenden Melbourne Grand Prix teilzunehmen. Ich bin ein leidenschaftlicher Racer, diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Gleichzeitig will ich aber auch die Interessen der FIA, von Sauber und der beiden Fahrer Nasr und Ericsson respektieren. Mein Management führt anhaltend Gespräche mit Sauber, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Sobald dies erreicht ist, werde ich die Medien informieren.»

Sauber lässt mitteilen: «Wir werden konstruktive Gespräche führen, um zu einer beiderseitig akzeptablen Lösung zu kommen. Nun können wir uns darauf konzentrieren, weswegen wir nach Australien gereist sind – Rennsport. Wir werden im Verlauf der kommenden Woche vertieft informieren.»

Die Frage ist nun: Welche gemeinsame Basis soll hier gefunden werden? Das Problem ist geblieben: Zwei Autos, drei Fahrer.

Einer der Anwälte von van der Garde: «Das ist ja das Interessante, es könnte in verschiedene Richtungen gehen.»

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