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Nach Skandalen: ADAC verliert Mitglieder

Von - 05.02.2014 17:07

Dem ADAC laufen nach den zahlreichen Skandalen die ersten Mitglieder weg. Die Konkurrenz profitiert.

Den Status als größten Verein Deutschlands wird der ADAC wohl nicht so schnell verlieren. Auch wenn sich die Skandale der vergangenen Wochen bereits deutlich bemerkbar machen. Der ADAC musste zum 31. Januar bereits einen Anstieg der Kündigungen hinnehmen. Wie der Automobilclub bekanntgab, habe es gut 66.200 Kündigungen gegeben, die bereits bearbeitet, aufgrund von Fristen aber noch nicht wirksam geworden seien

Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr seien es rund 51.800 Kündigungen gewesen. Die Steigerung um knapp 15.000 sei vermutlich «auf die jüngsten Entwicklungen zurück zu führen», teilte der ADAC mit. Aber: Weitere etwa 55.000 Kündigungen seien noch unbearbeitet. Normalerweise liege die Zahl unbearbeiteter Kündigungen im Januar zwischen 5000 und 10.000. Knapp 19 Millionen Mitglieder zählt der ADAC derzeit.

Die Konkurrenz profitiert von den Skandalen und dem Imageverlust des ADAC. Wie der Focus berichtet, verzeichnet Deutschlands zweitgrößter Automobilclub, der Auto Club Europa (ACE) mit rund 580.000 Mitgliedern, mehr Interessenten für eine Mitgliedschaft. Seit dem Bekanntwerden des Skandals um die Wahl zum Gelben Engel und die zahlreichen weiteren Enthüllungen haben rund 29.000 Interessenten den Button «Mitglied werden» auf der ACE-Homepage angeklickt.

«Das ist für unsere Verhältnisse recht beachtlich», zitiert der Focus ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Das Resultat des Ansturms: Das Callcenter ist überlastet, zahlreiche Anrufer kommen im Moment kaum durch. Eine genaue Bilanz des Mitgliederzuwachses sei unter anderem aufgrund von Kündigungsfristen beim ADAC noch nicht möglich, so der Sprecher.

Seit der Manipulation bei der Wahl zum Gelben Engel kommt der ADAC aus den negativen Schlagzeilen nicht mehr heraus. Der Manipulation der Teilnehmer an der Wahl folgten unter anderem Skandale wie die Nutzung von vereinseigenen Rettungshubschraubern für Dienstreisen des Präsidiums. Präsident Peter Meyer will von einem Rücktritt nichts wissen und verspricht seinen Mitgliedern eine komplette Aufklärung der Skandale.

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