Moto3

Öttl-Ersatz Dalla Porta/7.: Schedl-Team ist sehr gut

Von - 20.05.2016 11:07

Während Philipp Öttl seinen Handgelenksbruch auskuriert, rückt in Mugello Lorenzo Dall Porta mit der KTM des Schedl-Teams aus. Teambesitzer Peter Öttl erklärte, warum dem Team die Arbeit schwer fällt.

Philipp Öttl muss beim WM-Lauf in Mugello und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Barcelona nach einem Bruch von Elle und Speiche nahe des rechten Handgelenks aussetzen. Der Bayer bereitet sich zuhause in Deutschland durch Physiotherapie auf sein Comeback vor, das aller Voraussicht nach in Assen stattfinden wird.

Am Donnerstag hatte es in Mugello wie aus Eimern geschüttet. Auch am Freitagvormittag fielen immer wieder einige Regentropfen vom Himmel. Die Moto3-Piloten nahmen ihr erstes Training daher mit Regenreifen in Angriff. Öttl-Ersatz Lorenzo Dalla Porta katapultierte sich wenige Minuten vor Schluss mit der KTM des Schedl-Teams an die Spitze. Am Ende belegte er mit 0,434 sec Rückstand auf Khairul Idham Pawi den siebten Platz. «Mein erstes Training fand hier im Nassen statt, wir mussten erst Runde für Runde ein Gefühl für das Motorrad aufbauen. Doch mein Resultat war ziemlich gut, denn ich fahre zum ersten Mal mit dieser Maschine. Im Moment bin ich sehr glücklich», berichtete Dalla Porta in der Schedl-Box, der durch die Finanzprobleme des LaGlisse-Teams seinen WM-Platz für 2016 verlor und nun in der Junioren-WM antritt.

Wie schwierig ist die Umstellung, nun mit einem neuen Team zu arbeiten? «Dieses Team ist wirklich sehr gut und leistet sehr gute Arbeit, daher will ich intensiv arbeiten, um für uns alle das bestmögliche Resultat zu erzielen. Ich habe die Truppe am Donnerstag zum ersten Mal getroffen.»

An diesem Wochenende willst du dich natürlich auch für einen Stammplatz in der Weltmeisterschaft 2017 empfehlen? «Ja, das ist natürlich das, was ich erreichen will. Daher will ich natürlich ein besonders gutes Resultat einfahren», erklärte der Italiener, der nur etwa 70 Kilometer vom Autodromo del Mugello entfernt wohnt. Dalla Porta könnte sich auch für einen zweiten Platz im Schedl-Team empfehlen, falls die Teamstruktur 2017 auf zwei Fahrer erweitert werden sollte.

«Wir wollen hier einen guten Job für Lorenzo machen», erklärte Peter Öttl im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Das ist wichtig. Er war der bestmögliche, verfügbare KTM-Fahrer. Somit war er die beste Lösung für unser Team. Wir wollten einen schnellen Fahrer, denn für das Team macht es nur Sinn, mit einem wirklich konkurrenzfähigen Fahrer anzutreten. Nur das bringt ein Team voran. Mit ihm können wir an der Maschine arbeiten, denn er hat schon KTM-Erfahrung, WM-Erfahrung und kennt die Abläufe. Nur das macht für mich Sinn. Eine Lösung mit einem deutschen Fahrer hatte ich nicht im Kopf, denn kein Fahrer hatte sich da im Moment empfohlen. Ich hoffe aber, dass wir in Zukunft welche haben werden. Die derzeitigen Fahrer sind einfach noch nicht so weit.»

Auch Luca Grünwald, der schon WM-Erfahrung hat, kam nicht in Frage. «Er fuhr seit zwei Jahren keine Moto3-Maschine mehr. Aus Teamsicht war ich nicht an einen deutschen Fahrer gebunden. Wir haben aus sportlicher Sicht die beste Lösung gesucht. Lorenzo wohnt nur 70 Kilometer von hier, er kennt Mugello sehr gut. Es geht nun mal um dieses Rennen und nicht um die Saison.»

Bei Peter Öttl, der nicht nur Teambesitzer, sondern auch Vater von Philipp Öttl ist, schlagen an diesem Wochenende zwei Herzen in einer Brust. «Die Vorbereitung und die Arbeit für dieses Wochenende war nicht einfach für mich», gestand der ehemalige WM-Pilot ein. «Wir haben im Prinzip alles so gemacht wie immer, aber es fiel mir schwerer. Philipp ist für uns alle einfach eine zusätzliche Motivation. Das fehlte, was aber keinen Abbruch bei der Qualität unserer Arbeit bedeutet. Ich muss meinen Blick aber auf unser Team richten. Wir haben Verantwortung gegenüber KTM und unseren Sponsoren. Es ist einfach wichtig, dass das Team präsent ist.»

Was erwartest du von Lorenzo Dalla Porta an diesem Wochenende? «Ich mache mir da nicht so viele Gedanken. Er ist aber ein sehr guter Fahrer und hat die Chance auf Punkte. Wir wollen ihm die Chance geben, ein gutes Resultat zu erzielen. Zudem wollen wir als Team beweisen, dass wir auch für einen anderen Fahrer das Motorrad gut vorbereiten können.»

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