Jorge Lorenzo: Ärzte raten von Start in Amerika ab

Von Günther Wiesinger
Jorge Lorenzo nach der zweiten Operation

Jorge Lorenzo nach der zweiten Operation

Nach einer eingehenden Untersuchung rieten die Ärzte von Jorge Lorenzo von einem Start beim US-GP ab. Lorenzo liegt neun Punkte hinter Pedrosa und elf hinter Márquez.

Die Empfehlung der Ärzte ist eindeutig: Sie raten Jorge Lorenzo von einer Teilnahme am US-GP ab. Der Yamaha-Star wurde innerhalb von 15 Tagen zweimal am linken Schlüsselbein operiert. Der 26-jährige WM-Dritte dürfte den schwerwiegenden Verzicht auf die Reise nach Kalifornien demnächst offiziell bekannt geben. Er hatte schon die Teilnahme am Sachsenring-GP sausen lassen. Falls der Mallorquiner in Amerika nicht anritt, muss er seine Tiltechancen wohl abschreiben.

Die Ärzte empfahlen Lorenzo gestern abend, er solle nach den schweren Stürzen in Assen und auf dem Sachsenring seine Genesung in den Vordergrund rücken. Und sie sagten ihm klipp und klar: Ein weiterer Sturz könnte schwerwiegende Folgen haben.

Lorenzo hatte schon vorher über Twitter gemeldet, er beabsichtige seine Rückkehr auf das Motorrad für Indianapolis (16. bis 18. August). Seine Yamaha-Crew ist allerdings bereits in voller Stärke nach Laguna Seca gereist für den Fall, dass sich der Weltmeister von 2010 und 2012 anders entscheiden würde. Auch das Material befindet sich in den USA: Denn auch Teamkollege Valentino Rossi hatte die persönliche Meinung vertreten, Lorenzo werde sich in Kalifornien wieder in den Sattel schwingen.

Aber der Titelverteidiger denkt offenbar langfristig und will wohl seine dauerhafte Gesundheit nicht durch einen neuerlichen Leichtsinn in Gefahr bringen.

Nach der medizinischen Untersuchung im Catalunya General Hospital am Dienstag erklärte Dr. Marc Cots: «Die Verletzung von Jorge Lorenzo verheilt gut, alles sieht völlig normal aus. Die Platte, die wir am letzten Samstag implantiert haben, befindet sich in einer sehr guten Position. Wir sind mit den Fortschritten der letzten Tage sehr zufrieden. Jorge wäre körperlich in der Lage, am Freitag das Training in Laguna Seca zu bestreiten, genau wie in Assen nach seiner ersten Operation.»

Dr. Cots weiter: «Trotzdem war unser Rat, er solle vorsichtig sein und das Risiko eines weiteren Sturzes vermeiden. Aber die Entscheidung liegt völlig bei ihm. Ich denke, er wird sie bald treffen.»  

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