MotoGP

Hall of Fame: Wer sind die MotoGP-Legenden?

Von - 02.01.2015 15:11

21 Fahrern wurde bis heute Legendenstatus verliehen. Sie sind Mitglied der «MotoGP Hall of Fame». Der einzige Deutsche in diesem illustren Kreis ist der fünffache Weltmeister Toni Mang.

Im Jahr 2000 wurde die «MotoGP Hall of Fame» eingeführt. In diese werden die Fahrer aufgenommen und geehrt, die im Grand-Prix-Sport wichtige Schlüsselfiguren waren und Großes erreicht haben.

Der erste Fahrer, der mit dem Status der MotoGP-Legende bedacht wurde, war der fünffache Weltmeister Mick Doohan aus Australien. Er wurde im Mai 2000 in Mugello geehrt. Seine WM-Karriere begann der Australier 1989 in Japan. Doohan gewann während seiner erfolgreichen Laufbahn 54 Grands Prix, fünf Titel in Folge und holte 58 Pole-Positions.

Erst 2014 konnte Marc Márquez den Sieg-Rekord von Doohan in einer Saison brechen. 1997 gewann Doohan zwölf der 15 Saisonrennen. Márquez triumphierte 2014 13 Mal – jedoch bei 18 Saisonrennen.

Seither sind weitere große Namen aus unterschiedlichen Epochen in die «MotoGP Hall of Fame» aufgenommen worden. Der einzige Deutsche mit Legendenstatus ist der fünffache Weltmeister Toni Mang.

Den endgültigen Durchbruch schaffte Mang 1980. Er holte in der 250-ccm-Klasse den Weltmeistertitel und wurde Vizeweltmeister in der 350-ccm-Klasse, knapp hinter dem Südafrikaner Jon Ekerold. 1981 gewann er sogar in beiden Klassen den Titel. Im Jahr darauf folgte ein weiterer 350-ccm-Titel. Nachdem sein Ausflug in die Königsklasse durch einen Skiunfall zerstört wurde, holte er, nach der Trennung von Techniker-Ass Sepp Schlögl, 1987 seinen fünften WM-Titel – mit 38 Jahren! Insgesamt verbuchte der Bayer aus Inning am Ammersee 42 Grand-Prix-Siege.

Der bisher letzte Fahrer, der Legenden-Status erhielt, war der zweifache MotoGP-Weltmeister Casey Stoner. Der Australier hing seinen Helm 2012 im Alter von nur 27 Jahren an den Nagel. Zuvor holte er zwei MotoGP-Titel, 45 Siege und 43 Pole-Positions.

Die 21 Legenden der «MotoGP Hall of Fame»:

Giacomo Agostini (Italien) 15 Weltmeistertitel, 122 Siege in allen Klassen

Mick Doohan (Australien) 5 Weltmeistertitel, 54 Siege in allen Klassen

Geoffrey Duke (Großbritannien) 6 Weltmeistertitel, 33 Siege in allen Klassen

Mike Hailwood (Großbritannien) 9 Weltmeistertitel, 76 Siege in allen Klassen

Daijiro Kato (Japan) 1 Weltmeistertitel, 17 Siege in allen Klassen

Wayne Gardner (Australien) 1 Weltmeistertitel, 18 Siege in allen Klassen

Eddie Lawson (USA) 4 Weltmeistertitel, 31 Siege in allen Klassen

Anton Mang (Deutschland) 5 Weltmeistertitel, 42 Siege in allen Klassen

Angel Nieto (Spanien) 13 Weltmeistertitel, 90 Siege in allen Klassen

Wayne Rainey (USA) 3 Weltmeistertitel, 24 Siege in allen Klassen

Phil Read (Großbritannien) 7 Weltmeistertitel, 52 Siege in allen Klassen

Jim Redman (Großbritannien) 6 Weltmeistertitel, 45 Siege in allen Klassen

Kenny Roberts (USA) 3 Weltmeistertitel, 24 Siege in allen Klassen

Jarno Saarinen (FIN) 1 Weltmeistertiel, 15 Siege in allen Klassen

Kevin Schwantz (USA) 1 Weltmeistertitel, 25 Siege in allen Klassen

Barry Sheene (Großbritannien) 2 Weltmeistertitel, 23 Siege in allen Klassen

Freddie Spencer (USA) 3 Weltmeistertitel, 27 Siege in allen Klassen

John Surtees (Großbritannien) 7 Weltmeistertitel, 38 Siege in allen Klassen

Carlo Ubbiali (Italien) 9 Weltmeistertitel, 39 Siege in allen Klassen

Marco Simoncelli (Italien) 1 Weltmeistertitel, 14 Siege in allen Klassen

Casey Stoner (Australien) 2 WM-Titel, 45 Siege in allen Klassen

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