Steckbrief

Lewis Hamilton

Rennfahrer

Vorname: Lewis Carl
Nachname: Hamilton
Spitzname: Billion Dollar Man
Webseite: www.lewishamilton.com
Twitter: @LewisHamilton
Nationalität: Großbritannien
Geburtsdatum: 07.01.1985 in Hertfordshire, Großbritannien (34 Jahre, 9 Monate und 10 Tage)
Familienstand: Ledig
Wohnort: Monte Carlo
Größe: 174 cm
Gewicht: 68 kg
Hobbys: Musik, Lesen, Sport
Lieblingssportart(en): Squash, Tennis, Kart
Lieblingsstrecke: Monaco
Lieblingsspeise(n): Hausmannskost, Karibische Küche
Lieblingsmusik: Hip-Hop, Reggae

Lewis Hamilton begann 1993 mit dem Kartsport. Er durchlief verschiedene Kartserien –  Cadet (1995–1996), Junior Yamaha (1997), Junior Intercontinental A (1998–1999), Intercontinental A (1999) und Formel A (2000). Im Jahre 2000 ernannte ihn der British Racing Drivers' Club (BRDC) zu einem «Rising Star»-Mitglied.

Im Winter 2001/2002 begann Hamilton seine Autosport-Karriere in der britischen Formula Renault Winterserie. Anschließend wechselte er in die Formel Renault. Im zweiten Jahr errang er die Meisterschaft und stieg 2004 in die Formel-3-Euroserie auf. 2005 gewann er die Meisterschaft mit dem ASM-Team. Hamilton wechselt 2006 in die GP2-Serie und gewann auf Anhieb die Meisterschaft.

Im November 2006 bestätigte McLaren-Mercedes Hamilton als zweiten Fahrer neben Fernando Alonso und damit auch die eigene Förderpolitik der zurückliegenden Jahre. Da Ron Dennis die Karriere Hamiltons schon seit rund zehn Jahren gefördert hatte, war der Einstieg des ersten schwarzen Rennfahrers in die Formel 1 für die Saison 2007 ein grosses Thema der Presse. Hamilton wurde in die Rolle des «Tiger Woods der Formel 1» geschrieben.

Bei seinem ersten Formel-1-Rennen, dem Großen Preis von Australien 2007, erreichte er gleich Platz 3. Damit war er der beste Debütant seit Jacques Villeneuve 1996 (Zweiter in Melbourne). In den nächsten Rennen holte er weitere Podiumsplätze, und in Kanada gewann er sein erstes Formel-1-Rennen. Nach dem Kanada-GP übernahm Hamilton als bisher jüngster Fahrer der Formel 1-Geschichte die WM-Führung.

Nach seinem Sieg beim Grand Prix von Japan glaubte kaum jemand, dass Hamilton die Weltmeisterschaft noch zu nehmen sein würde. Noch nie hatte ein Pilot in seiner ersten GP-Saison gleich den Titel erobert. Beim nächsten Grand Prix in China hätte er sich vorzeitig den Titel sichern können. Er rutschte aber, in Führung liegend und mit abgefahrenen Reifen, bei der Einfahrt in die Boxengasse in ein Kiesbett und konnte das Rennen nicht fortsetzen. Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen gewann das Rennen stattdessen und so ergab sich vor dem Finale eine der spannendsten Punktekonstellationen der Formel-1-Geschichte, in der noch drei Fahrer Chancen auf den Titel hatten. Vor dem letzten Rennen in Brasilien führte Hamilton mit 107 Punkten vor Alonso mit 103 und Räikkönen mit 100. Hamilton fiel auf Grund eines Fahrfehlers und technischen Problemen zurück und wurde nur Siebter. Räikkönen siegte und so wurde Hamilton WM-Zweiter hinter Kimi Räikkönen, aber vor Fernando Alonso.

Nach Ende des Rennens ermittelte die FIA gegen die Teams von BMW-Sauber und Williams aufgrund von Temperatur-Unregelmäßigkeiten beim Benzin. Bei einer Disqualifikation wäre Hamilton nachträglich auf den vierten Platz aufgerückt und am grünen Tisch doch noch Weltmeister geworden. Die FIA entschied jedoch, BMW und Williams nicht zu bestrafen und bestätigte damit das Endergebnis der Weltmeisterschaft.

Nach Tests im Winter ging McLaren nicht als Titelfavorit in die Saison 2008. Beim ersten Rennen in Australien gewann Hamilton jedoch den Saisonauftakt. Danach folgte eine kleine Durststrecke, die in Monaco endete. Er siegte trotz eines Reifenschadens zu Beginn und teilweise strömenden Regens. Damit übernahm er zunächst die Führung in der WM. Es folgten einige Siege (u. a. Silverstone, Hockenheim), ein Unfall, ein Ausfall und eine Zeitstrafe (wegen Überholen unter gelber Flagge). Bei den nächsten Rennen konnte Hamilton seine WM-Punktevorsprung vor dem Saisonfinale auf 7 Punkte stabilisieren.

Hamilton musste − ebenso wie im Vorjahr gegen Alonso und Räikkönen − bei einem Sieg seines Verfolgers Felipe Massa lediglich Fünfter werden. Im Rennen schien dieses Ziel nicht gefährdet, bis rund zehn Runden vor Schluss Regen einsetzte. Massa behielt die Führung und fuhr beim Heimrennen von Interlagos als Erster über die Ziellinie, während sich Hamilton in der vorletzten Runde von Sebastian Vettel überholt wurde und nur noch Sechster war. Zu diesem Zeitpunkt wäre Massa Weltmeister gewesen. Der auf Slicks fahrende Timo Glock im Toyota musste jedoch der immer feuchter werdenden Piste Tribut zollen und Vettel sowie Hamilton passieren lassen. Damit wurde die WM in einem dramatischen Herzschlagfinale in der zweitletzten Kurve der letzten Runde des letzten Rennens entschieden. Hamilton wurde damals jüngster Weltmeister der Formel-1-Geschichte.

2009 trat Hamilton mit McLaren-Mercedes als Titelverteitiger an. Ihm gelangen jedoch nur nur zwei Siege, dazu wurde er einmal Zweiter und zweimal Dritter. Er wurde Fünfter der Weltmeisterschaft.

2010 lief es besser, aber auch mit drei Siegen in Monaco, Montreal und Spa-Francorchamps sowie fünf zweiten Ränge und einmal Platz 3 konnte Hamilton nicht um den WM-Titel mitreden. Er beendete die Saison als Vierter.

In den folgenden Jahren trat Hamilton bei McLaren-Mercedes sportlich auf der Stelle. Zwar konnte der Brite regelmässig Top-Resultate einfahren, in der Gesamtwertung konnte er 2011 jedoch nur Rang 5, 2012 Rang 4 erreichen. Hamilton entschloss sich daher zum Wechsel zum Mercedes-Team, um dort das Cockpit von Michael Schumacher zu übernehmen. Weichensteller war im Rahmen des Singapur-GP Niki Lauda, Aufsichtsrats-Chef des Mercedes-Rennstalls.

Der Beginn war schwierig. Seinen einzigen Saisonsieg 2013 konnte Hamilton in Ungarn feiern, ansonsten waren dritte Plätze in Malaysia, China, Kanada und Belgien das Höchste der Gefühle. Hamiltons Teamkollege Nico Rosberg war oft ebenbürtig oder gar schneller. Die Saison beendete er als Vierter, Rosberg wurde Gesamtsechster.

2014 gelang Hamilton dann der grosse Coup, als die Formel 1 in die neue Turbo-Ära schritt. Mercedes-Benz hatte das mit Abstand beste Auto gebaut, und Lewis Hamilton liess sich dieses Chance nicht entgehen – mit elf Saisonsiegen wurde er verdient Formel-1-Champion. 2015 verteidigte er mit zehn GP-Triumphen erfolgreich seinen Titel, erneut zog Nico Rosberg mit WM-Rang 2 den Kürzeren. 2016 wurde er im Frühling und im Herbst von grossen Problemen mit der Standfestigkeit seines Silberpfeils gestraft. Ergebnis: WM-Rang 2 hinter dem auf der Höhe seines Könnens fahrenden Nico Rosberg.

2017 schlug Hamilton zurück: In der ersten Saisonhälfte trug er mit Ferrari-Star Sebastian Vettel ein Duell auf Augenhöhe aus, aber nach der Sommerpause war der Engländer beinahe unschlagbar – fünf Siege in sechs Rennen. In Mexiko stand sein vierter WM-Titel fest. Auf dem Weg dahin hat er in der ewigen Bestenliste für Pole-Positions nacheinander Ayrton Senna und Michael Schumacher überflügelt.

2018 verlief noch eindrucksvoller. Denn im Gegensatz zu Sebastian Vettel machte Hamilton so gut wie keine Fehler. Nach der Sommerpause fuhr der Brite in den meisten Rennen unwiderstehlich. In Mexiko konnte er vorzeitig den fünften WM-Titel feiern. Dann beendete er die Saison standesgemäss mit zwei weiteren Siegen in Brasilien und Abu Dhabi. Besser geht’s fast nicht.

Woher kommt eigentlich Lewis’ Hautfarbe? Hamiltons Großeltern väterlicherseits stammen von der Insel Grenada und wanderten in den 1950er Jahren nach Großbritannien aus. Der Vater von Lewis, Anthony Hamilton, benannte seinen Sohn übrigens nach dem amerikanischen Olympiaathleten und Goldmedaillengewinner Carl Lewis.

Lewis Hamilton © PAN IMAGES Lewis Hamilton Lewis Hamilton 2007 © DPPI Lewis Hamilton 2007 Lewis Hamilton 2006 © DPPI Lewis Hamilton 2006 Lewis Hamilton 2003 © DPPI Lewis Hamilton 2003

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