ADAC: Zuschauerzahlen am Nürburgring auch frisiert?
Offenbar hat der ADAC die Zuschauerzahlen vom 24-Stunden-Rennen am Nürburgring geschönt. Auch die Zahlen von der Deutschland-Rallye werden hinterfragt.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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Dem ADAC steht der nächste Skandal ins Haus. Offenbar hat der Automobil-Club auch die Zuschauerzahlen bei seinen Rennveranstaltungen geschönt. Wie die "Zeit" berichtet, fielen die vom ADAC genannten Zuschauerzahlen bei Veranstaltungen wie dem 24-Stunden-Rennen am Nu¨rburgring bis zu viermal ho¨her aus als die Zahl der Ticketverka¨ufe.
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Der Vorwurf besteht allerdings schon länger. So sollen die früheren Betreiber des Nürburgrings in einem Brief an den damaligen Präsidenten Peter Meyer "eine Tradition der falschen und weit u¨berho¨hten Angabe von Besucherzahlen" kritisiert haben. Der Vorwurf wurde anhand des 24-Stunden-Rennens konkretisiert. "So hat der ADAC Nordrhein in diesem Jahr 235.000 Besucher beim 24-Stunden-Rennen vermeldet, obwohl nur 49.048 Eintrittskarten und 16.418 Karten fu¨r das Camping an der Rennstrecke verkauft wurden", hieß es in dem Schreiben. Meyer war kürzlich als ADAC-Präsident zurückgetreten, ist aber nach wie vor Vorsitzender des Regionalclubs ADAC Nordrhein. "Neben den verkauften Tickets fließen ebenso Tickets fu¨r Fahrer, Teams und deren Ga¨ste, Freikarten, Fia- oder Permanent-Pa¨sse in die Statistik ein. Aufgrund des weitla¨ufigen Gebietes einer Rallye werden daru¨ber hinaus auch Luftaufnahmen und entsprechende Scha¨tzungen der Beho¨rden in die Ermittlung der Zuschauerzahlen miteinbezogen und entsprechend abgestimmt", erklärte der ADAC die Diskrepanz.
Auch die Zahlen von der Deutschland-Rallye warfen jüngst erst Fragen auf. So hatten die Grünen aus dem rheinland-pfälzischen Trier dem ADAC auch dort Manipulation vorgeworfen. Nach Angaben der Stadtratsfraktion unterstützt die Stadt Trier die Veranstaltung mit etwa 140.000 Euro im Jahr. Das allerdings offenbar auf Grundlage der vom ADAC angegebenen Zuschauerzahlen. Auch damals wies der Club den Manipulationsvorwurf zurück.
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