BMW außerhalb der Top-10: Für Teamchef Muir ist das «nicht die Realität»
«Die Ergebnisse in Donington Park spiegeln nicht die Wirklichkeit wider», meinte BMW-Teamchef Shaun Muir zur Schlappe bei der Superbike-WM in England. Wie darauf während der Sommerpause reagiert wird.
2024 und 2025 hat BMW mit Toprak Razgatlioglu in Donington Park sechs Siege in Folge eingefahren, am vergangenen Wochenende wurde Miguel Oliveira 11., 20. sowie 12. und der rekonvaleszente Danilo Petrucci 15., 19. sowie 15.
Technik-Direktor Chris Gonschor hat bereits erklärt, wie sich BMW durch den Test auf gleicher Strecke Ende Juni
«Donington war kein gutes Wochenende für uns, wir brauchen einen Neustart», verdeutlichte Muir. «Wir haben einige Bereiche ausgemacht, in denen wir uns verbessern müssen, etwa bei der Elektronikstrategie der Motorbremse und in der Bremsphase. Wie die Motorbremse arbeitet, vermittelt den Fahrern viel oder nicht so viel Vertrauen. Deshalb haben sie viel zu früh gebremst und dann auf der Bremse in die Kurve hinein auch noch den ganzen Kurvenspeed verloren. Damit hatten wir früher schon Probleme, haben diese aber gelöst und müssen das wieder tun. Wir müssen aber nicht nur das am Motorrad hinbekommen, sondern die Fahrer müssen sich auch entsprechend darauf einstellen.»
Das Puzzle nicht richtig zusammengefügt
Der ROKiT-Teamchef weiter: «Gleichzeitig müssen wir an den Stärken des Bikes arbeiten, um die Lücke zur Spitze zu verringern. In der Periode, als die beiden verletzungsbedingt nicht auf dem Motorrad waren, sind wir abgedriftet. In der Vergangenheit war diese Piste über viele Jahre freundlich zum BMW-Paket, dieses Mal waren die Jungs nicht in der Lage, das Puzzle richtig zusammenzusetzen. Bevor wir einen Schritt nach vorne machen, müssen wir einen zurück machen – wir wissen, wo wir zu suchen haben.»
Es ist offensichtlich, dass sich Ducati mit der aktuellen Panigale V4R einen gewaltigen Technikvorsprung erarbeitet hat, der sich für BMW während der fast achtwöchigen Sommerpause bis zu den nächsten Rennen in Magny-Cours Anfang September nicht aufholen lässt. «Wir haben eine solide Basis, von dieser entfernten wir uns im letzten Test aber weit, weil wir nach mehr suchten», so Muir. «Nun ist klar, dass wir uns mit dem jetzigen Paket im Moment nicht aufschwingen werden. Wir glauben, dass Podestplätze drinstecken, aber keine Siege. Das haben wir in Portimao und auf dem Balaton Circuit bereits bewiesen und auch nicht alles verloren – nur etwas die Richtung.»
BMW wird die Sommerpause für zwei Tests nutzen: Voraussichtlich zwei Tage in Magny-Cours/Frankreich und einen in Estoril/Portugal.
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