Angemessener WM-Rückstand von George Russell? Das sagt Kimi Antonelli
Nachdem Kimi Antonelli im Silverstone-GP leer ausgegangen ist, beträgt der Vorsprung des WM-Leaders nunmehr 25 Punkte. George Russell sprach von einem angemessenen Abstand. Was sagt Kimi Antonelli?
In den ersten Rennwochenenden der Saison schien das Pech an George Russell zu kleben. Der Brite, der vor dem Saisonstart noch von den Wettanbietern als der grosse WM-Titelfavorit gehandelt wurde, wurde nicht nur von Technik-Sorgen geplagt, sondern auch vom Safety-Car-Timing und zweifelhaften Strafen benachteiligt. Die Renngötter hatten sich offenbar auf die Seite seines jungen Teamkollegen Kimi Antonelli geschlagen.
Doch zuletzt war es der 19-jährige Mercedes-Pilot, der kein Glück mehr hatte. In den jüngsten drei Rennwochenenden ging er zwei Mal leer aus, als er auf aussichtsreicher Position lag. Der WM-Vorsprung des Italieners auf seinen Stallgefährten schrumpfte auf 25 Punkte. Russell sagte in Silverstone dazu, dass dies angesichts des Pechs, das ihn zu Saisonbeginn verfolgte, ein angemessener Abstand sei.
Antonelli wurde im Fahrerlager des Circuit de Spa-Francorchamps darauf angesprochen und sagte: «Das ist wirklich schwer zu sagen. Er hatte sicherlich Pech, etwa in Monaco. Wir wissen nicht, wie das Rennen ausgegangen wäre, denn wir lagen nah beieinander. Das lässt sich jetzt unmöglich sagen. Er führte das Rennen an und musste an die Box, um eine Strafe abzusitzen. Dann gab es noch ein paar andere Male, bei denen er etwas Pech hatte.»
Aber auch er hatte nicht immer Glück, erklärte Antonelli mit Blick auf das Technikpech von Barcelona und das Problem, das ihn beim jüngsten Kräftemessen in Silverstone zurückgeworfen hatte, als er drauf und dran war, an die Spitze zu stürmen: «In meinem Fall waren wir beide Male auf dem Weg zu einem starken Ergebnis. In Barcelona war es Platz 2. Was Silverstone angeht, können wir es nicht wissen, da ich keine Chance hatte, aber ich glaube, wir hätten um den Sieg mitkämpfen können. Wir wissen also ganz sicher, dass das sichere Punkte gewesen wären.»
Und der Lockenkopf fuhr fort: «Ich muss sagen, wir beide hatten Pech. Bei einem von uns trat es manchmal in kritischeren Momenten auf, aber wie gesagt, so ist es nun einmal. So läuft der Motorsport, und das wissen wir alle. Wir konnten selbst sehen, wie schnell sich das ändern kann. Als Team war die Zuverlässigkeit definitiv nicht unsere grösste Stärke, und wir haben erkannt, dass wir weiter daran arbeiten müssen.»
«Ferrari scheint in dieser Hinsicht zum Beispiel sehr stark zu sein, also müssen wir einfach dafür sorgen, dass dies nicht mehr vorkommt. Ich weiss, dass das Team extrem hart daran arbeitet, um das sicherzustellen. Und wir Beide haben viele Punkte liegen lassen. Und das ist mit Blick auf die Konstrukteurswertung sicherlich hart. Als Fahrer können wir da nur versuchen, unser Bestes zu geben und jede Chance zu nutzen, die sich uns ergibt», fügte Antonelli an.
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