Bajaj Freedom 125 NG04: Erstes Erdgas-Motorrad
Der indische Hersteller Bajaj hat das erste Serienmotorrad präsentiert, das mit Erdgas betrieben wird. Dabei geht es nicht um Umweltschutz, sondern um kostengünstige Mobilität.
SPEEDWEEK-Leser
Das besondere an diesem Gebrauchsmotorrad: Es hat zwei Tanks. Der an konventioneller Stelle untergebrachte Benzintank fasst nur zwei Liter. Damit käme man nicht sehr weit, wäre da nicht im Heck ein 12,5 Liter grosser Gastank eingebaut. Dieser Gastank kann mit zwei Kilo komprimierte Gas betankt werden. Gemäss Hersteller Bajaj kommt man mit dem Gas 200 km weit, mit dem Benzin 130 km, ergibt eine Reichweite von 330 km.
An der linken Lenkerarmatur kann der Fahrer wählen, mit welchem Treibstoff der Motor betrieben werden soll. Wenn noch Gas im Tank ist, werden kostenbewusste Fahrer auf jeden Fall mit Gas fahren. Indien verfügt über ein ausgebautes Vertriebsnetz für komprimiertes Gas, das in Indien preisgünstiger ist als Benzin oder Diesel.
Gas verbrennt schadstoffärmer als Benzin oder Diesel, es werden weniger unverbrannte Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Russpartikel ausgestossen – was in der Präsentation der Bajaj Fereedom 125 nicht mal erwähnt wird. Viel wichtiger ist das Versprechen von um bis zu 50 % reduzierten Fahrkosten.
Der kleine Benzintank ermöglicht eine sehr lange Sitzbank, auf der wohl meist mehr als zwei Personen Platz nehmen. Der Rahmen ist eine Gitterrohrkonstruktion. Für den luftgekühlten Einzylindermotor gibt Bajaj 9,5 PS bei 8000/min und 9,7 Nm bei 5000/min an. Als Preis sind umgerechnet 1200 Euro aufgerufen.
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