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Stehaufmännchen Derek Daly: Allround-Racer mit Allem zum Trotz-Karriere

Derek Daly gehört zu jenen Piloten, die in der Formel 1 unter Wert geschlagen wurden und ihr Glück in Amerika suchten. In der Autobiographie erzählt das Stehaufmännchen von atemberaubenden Momenten.

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Ich sage gerne: «Zahlen lügen nicht, aber sie sagen selten die ganze Wahrheit.» Nichts wäre zutreffender als die Formel-1-Bilanz des in Dublin geborenen Iren Derek Daly, heute 73.

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Daly, der Mann mit dem dunklen Helm und leuchtend gelbem Pfeil, bestritt 49 Grands Prix, über zwei vierte Ränge kam er nicht heraus. Mit Ensign, Tyrrell, March und Theodore musste er hartes Brot essen, dann kam 1982 die Chance beim Top-Team Williams – was sich als eine der grössten Enttäuschungen seiner Laufbahn erweisen sollte.

Daly richtete sich neu aus, zog nach Amerika, ging im IndyCar-Sport an den Start und sprang dem Tod von der Schippe. Mehrfach. Daly kämpfte sich ins normale Leben zurück und schlug erneut ein neues Kapitel auf, dieses Mal im Sportwagensport. Er gewann das legendäre Rennen von Sebring zwei Mal.

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Derek Daly hat jetzt eine schonungslose Autobiografie veröffentlicht. Er erzählt ungeschminkt von der brutalen Realität des Wettbewerbs in der prestigeträchtigsten Rennserie der Welt, über die lebensverändernde Entscheidung, der Formel 1 den Rücken zu kehren und in Amerika neu anzufangen, über seinen Unfall im IndyCar mit 350 km/h, der ihn beinahe das Leben kostete.

«Serial Survivor» ist eine kraftvolle Geschichte über Widerstandsfähigkeit, Risiko und Neuerfindung – ein Buch, das Sie kaum aus der Hand legen werden, versprochen.

Mit seiner entwaffnenden Offenheit hat sich Daly im Verlauf seiner Karriere nicht immer genützt, aber dieser Mann ist sich selber immer treu geblieben, und das trieft aus jeder Seite dieser Geschichte eines Überlebenskünstlers; eine faszinierende Mischung aus Dramatik, Dynamik, Ehrlichkeit, Fleiss und eisernem Willen.

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Wir verfolgen in Dalys Memoiren seinen aussergewöhnlichen Aufstieg aus der bescheidenen Kindheit in Dundrum, County Dublin, zum Gipfel des internationalen Motorsports – 1982 in der Formel 1 für Williams, bevor er in die USA zu den IndyCars wechselte und zehn Jahre später den Helm an den Nagel hängte.

Daly wurde viel Talent in die Wiege gelegt, er gilt als einer der besten Rennfahrer aus Irland. Er stieg schnell auf, Vieles schien so leicht zu sein. Doch dann ging Einiges schief. Von der Formel 1 über IndyCar bis hin zu Langstreckenrennen wurde sein Weg immer wieder durch technische Defekte, menschliche Fehleinschätzungen und lebensgefährliche Unfälle durchkreuzt.

Das alles liest sich teilweise wie ein Krimi, mit Ereignissen, bei welchen uns unweigerlich durch den Kopf schiesst: «Das darf doch nicht wahr sein!» War es aber. Es ist vor allem diese Schonungslosigkeit, vor allem sich selber gegenüber, die Dalys Buch von den meisten anderen Autobiographien abhebt. Derek legt den Finger dorthin, wo es wehtut.

Im Buch spricht Daly offen über die, nennen wir es mal unterdurchschnittliche Behandlung in Spitzenteams und die psychischen Folgen wiederholter Unfälle bis zu jenem Moment, als ihm klar wurde, dass er aus der Formel 1 gedrängt wird.

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Diese ernüchternde Erkenntnis führte zum Neubeginn in Amerika, wo er seine Karriere mit IndyCar- und Sportwagen-Rennen frisch aufbaute.

1984 überlebte Daly einen der heftigsten Unfälle der Motorsportgeschichte, als sein Auto in Michigan mit rund 350 km/h gegen die Mauer prallte und in tausend Teile zerbrach, was ihm schwere Verletzungen und einen langen Genesungsweg bescherte. Wer Bilder dieses Unfalls sieht, kann es kaum glauben, dass Daly mit seinem Leben davonkam.

Wider Erwarten kehrte er zum Rennsport zurück, startete erneut mit den IndyCars und in Le Mans mit Jaguar und errang später 1990 und 1991 aufeinanderfolgende Siege beim 12 Stunden-Rennen von Sebring in Florida.

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Als seine Fahrerkarriere schliesslich zu Ende ging, erfand sich Daly ein weiteres Mal neu und wurde in den USA einer der angesehensten Motorsport-Kommentatoren, Interviewer und Gastredner bei zahlreichen Veranstaltungen.

Diese Autobiografie geht über eine traditionelle Rennfahrer-Memoiren hinaus. Das ist kein Buch, das fad von Rennen zu Rennen trödelt. Das hier ist eine umwerfend menschliche Geschichte von Ehrgeiz und Scheitern, von Überleben und Neuerfindung und dem Mut, der nötig ist, um immer weiterzumachen – egal was das Schicksal einem in den Weg schmettert.

«Serial Survivor» von Derek Daly ist ein hervorragendes Buch, das zu Tränen rührt und Tränen vor Lachen erzeugt. Es ist ein Buch, das ans Herz geht, das immer wieder verblüfft, das uns teilweise fassungslos zurücklässt und am Ende dankbar, dass dieser Vollblut-Racer uns an seinem Achterbahn-Leben teilnehmen lässt.

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  • Derek Daly: Serial Survivor

  • Aus dem Verlag Evro, England

  • ISBN: 978-1-918070-03-3

  • Format 24 x 21 cm

  • 368 Seiten

  • 380 Fotos

  • Text in englischer Sprache

  • Für rund 70 Euro im Fachhandel oder direkt bei www.evropublishing.com

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