Moto2 Sachsenring: Ortola bezwingt Holgado, IntactGP-Duo in den Top-6!
Ivan Ortola setzte sich beim Moto2-Rennen auf dem Sachsenring gegen Daniel Holgado durch. David Alonso flog via Highsider ab. WM-Leader Manuel Gonzalez wurde beim IntactGP-Heimspiel Sechster.
Nach dem
Ivan Ortola ging mit seiner Kalex von der Pole in den Sachsenring-GP. WM-Leader Manuel Gonzalez vom deutschen IntactGP-Team stand auf Startplatz 2. Komplettiert wurde die erste Startreihe von Pramac-Pilot Izan Guevara auf der bestplatzierten Boscoscuro.
Kurios: Marc-VDS-Pilot Aron Canet stürzte bereits bei der Besichtigungsrunde. Im Rennen sollte ein Sturz in Kurve 1 zum Ausfall führen. Nach 15 von 25 Runden war der frühere Moto2-Spitzenfahrer raus.
Gonzalez wird nach dem Start durchgereicht
Den Sprint zur ersten Kurve entschied der Pole-Setter für sich: Ortola bog als Führender in die ersten Kurven, dahinter setzte sich Guevara gegen Gonzalez durch. Alle Fahrer kamen gut durch die ersten Kurven. Forward-Pilot Alex Escrig fuhr zu zeitig los und erhielt daraufhin eine doppelte Long-Lap-Penalty, die ihn aus den Top-10 warf.
WM-Leader Gonzalez war der große Verlierer der Startphase. Von Startplatz 2 ins Rennen gegangen, verlor er in Kurve 8 die dritte Position an Daniel Holgado und kam nur als Fünfter aus der Startrunde. Auch IntactGP-Teamkollege Senna Agius schlüpfte noch durch. Eine Runde später zog auch David Alonso an der Kalex von Gonzalez vorbei. Die IntactGP-Kalex mit der Nummer 18 fuhr nur noch auf der sechsten Position.
Ortola machte an der Spitze das Tempo. Der Brünn-Sieger hatte Guevara und Holgado im Schlepptau. In Runde 5 übernahm Holgado die zweite Position von Guevara. Agius beobachte das Duell von Position 4 aus und lag ebenfalls in Schlagdistanz.
Es dauerte sechs Runden, bis Gonzalez’ Rundenzeiten das Niveau der Fahrer an der Spitze erreichten. Zu diesem Zeitpunkt lag der auf der sechsten Position fahrende WM-Leader bereits zwei Sekunden zurück. Die Top-5 – Ortola, Holgado, Guevara, Agius und Alonso – fuhren innerhalb einer Sekunde. Für Mario Aji war der Sachsenring-GP nach zehn Runden vorbei. Der Indonesier rutschte in Kurve 3 in die Auslaufzone.
Highsider von Aspar-Pilot David Alonso
Die Zuschauer am nahezu ausverkauften Sachsenring sahen über lange Phasen ein taktisches Rennen ohne viele Überholmanöver. Kurve 1 forderte mit Aron Canet und Celestino Vietti zwei erfahrene Piloten.
Zu Beginn der 17. Runde übernahm Alonso die vierte Position von Agius. Der Aspar-Pilot bremste sich in Kurve 1 an der IntactGP-Kalex vorbei. Ortola an der Spitze hatte sich leicht frei gefahren. Dahinter lagen Holgado und Guevara in Schlagdistanz zueinander.
Alonso kämpfte um den Anschluss ans Hinterrad von Guevaras Boscoscuro. Dabei ging der junge Spanier über das Limit und flog in Runde 18 via Highsider ab. Die Bodenwelle am Ausgang von Kurve 3 hatte ein weiteres Opfer gefordert. Der zukünftige Honda-MotoGP-Pilot kehrte enttäuscht an die Aspar-Box zurück.
Daniel Holgado steigert den Druck, aber Ivan Ortola bleibt cool
In der Schlussphase entwickelte sich ein Duell zwischen Ortola und Holgado. Guevara fuhr auf Position 3 und hatte den Anschluss verloren. Dahinter folgten die beiden IntactGP-Piloten Agius und Gonzalez, die nicht in Schlagdistanz lagen. Taiyo Furusato fuhr ein starkes Rennen und drehte auf der sechsten Position seine Runden. Spannender waren die Zweikämpfe in der Verfolgergruppe, in der es um Platz 7 ging.
Holgado steigerte in den beiden letzten Runden den Druck auf Ortola. Lediglich 0,145 Sekunden lagen zu Beginn der letzten Runde zwischen den beiden Spaniern. Ortola behielt die Nerven, fuhr clevere Linien und stellte den Sieg sicher. Holgado wollte in der letzten Kurve ein Manöver starten, zog aber zurück. Dabei verlor Holgado beinahe die Kontrolle über seine Kalex, konnte einen Sturz aber noch verhindern. Gut sechs Zehntelsekunden trennten Ortola und Holgado bei der Zieldurchfahrt.
Guevara macht Punkte auf Gonzalez gut
Guevara kam mit 3,2 Sekunden Rückstand über den Zielstrich und machte Punkte auf Gonzalez gut. Agius hielt die vierte Position. Dahinter gab es in der Schlussphase noch eine Überraschung: Furusato überholte Gonzalez, dessen Rundenzeiten deutlich einbrachen.
Platz 7 ging an Filip Salac. Moto3-Weltmeister Jose-Antonio Rueda zeigte ein starkes Rennen und wurde Achter vor Ajo-Teamkollege Collin Veijer. Luca Lunetta rundete die Top-10 ab. Ex-Supersport-Weltmeister Adrian Huertes sammelte als Elfter fünf Punkte. Joe Roberts, Ayumu Sassaki, Angel Piqueras und Alex Escrig komplettierten die Punkteränge.
Vorjahressieger Deniz Öncü ging als 17. leer aus. Der Türke fuhr lange Zeit in der Verfolgergruppe, wurde in der Schlussphase aber durchgereicht.
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