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Michael van der Mark (BMW): «In Spa müssen wir unbedingt gewinnen!»

Nach seinem ersten 24-Stunden-Rennen in Le Mans blickt Michael van der Mark optimistisch auf die kommenden EWC-Klassiker. Für Spa formuliert der BMW-Pilot sogar ein klares Ziel.

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Für EWC-Rookie Michael van der Mark war das 24-Stunden-Rennen von Le Mans in diesem Jahr gleich in mehrfacher Hinsicht ein besonderes Erlebnis. Der BMW-Werksfahrer absolvierte seinen ersten Start über 24 Stunden und gewann dabei einen tiefen Einblick in die Besonderheiten der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Trotz des bitteren Endergebnisses überwiegen die positiven Eindrücke.

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«Ich habe es mehr genossen, als ich erwartet habe», sagte van der Mark im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Natürlich war das Ergebnis wirklich bitter. Doch ich sollte mich nicht beschweren, wenn man sich anschaut, wie das Rennen davor ausging», spielte er auf den dramatischen Ausgang des Bol d’Or 2025 an, bei dem BMW durch einen Motorschaden eine halbe Stunde vor Rennende der Titel aus den Fingern rutschte.

Die Saison 2026 begann ähnlich unglücklich, wie die EWC 2025 endete. Bis zu den technischen Problemen präsentierte sich das BMW-Werksteam aber als ernsthafter Sieganwärter. Entsprechend zufrieden zeigte sich van der Mark mit dem Gesamtpaket. «Das Motorrad ließ sich richtig gut fahren. Unser Kraftstoff-Management war sehr gut. Es lief alles sehr gut. Zudem fanden wir stabile Wetterbedingungen vor. Für mein erstes 24-Stunden-Rennen waren die Bedingungen optimal.»

Van der Mark versteht die «Magie» der Langstrecke jetzt besser

Vor dem Debüt hatte sich van der Mark die Herausforderung sogar noch schwieriger vorgestellt. «Ich genoss das Rennen. Ich hatte es mir ehrlich gesagt noch härter vorgestellt. Doch jetzt verstehe ich sehr gut, warum Leute so etwas machen. Es ist etwas Besonderes und schenkt einem ein besonderes Gefühl. Ich freue mich auf Spa.»

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Nach vielen Jahren in der Superbike-WM musste sich der frühere Supersport-Weltmeister zunächst an die Eigenheiten der EWC gewöhnen. Vor allem die enorme Anzahl an Teilnehmern stellte eine neue Erfahrung dar.

«Es gibt einige gute Werksteams, das Niveau ist hoch», erklärte van der Mark. «In Le Mans hatten wir 60 Teams auf der Strecke. Natürlich fahren diese Teams nicht auf dem gleichen Niveau. Deshalb gab es viele langsame Fahrer auf der Strecke. Doch andererseits ist es schwierig, 60 Teams mit gleichwertigen Fahrern zu finden, um ein 24-Stunden-Rennen zu bestreiten. Ich verstehe das und habe großen Respekt vor allen Teilnehmern.»

Ein weiterer Unterschied zu Sprintmeisterschaften besteht darin, dass sich mehrere Fahrer ein Motorrad teilen müssen. Während andernorts jedes Detail auf einen einzelnen Piloten zugeschnitten wird, sind in der Langstrecke Kompromisse gefragt. Überraschenderweise bereitet dies der BMW-Mann kaum Probleme.

«Wir geben alle die gleichen Kommentare, obwohl wir unterschiedlich groß sind», verriet van der Mark über die Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft. «Das Potenzial des Motorrads ist so groß, dass es uns allen leicht fällt, damit schnell zu fahren. Das ist nicht oft der Fall. Wir können alle gleich schnell fahren.»

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Sein persönlicher Ansatz sei dabei denkbar einfach. «Meine Einstellung ist, einfach auf das Motorrad zu steigen und zu sehen, wie schnell ich damit fahren kann. Solange wir schnell sind, kann ich ruhig bleiben.»

Von der Superbike-WM in Aragon zur EWC in Spa

Auch die Frage, ob EWC-Piloten zusätzlich Sprintmeisterschaften bestreiten sollten, wird innerhalb des Fahrerlagers immer wieder diskutiert. Während Teamkollege Markus Reiterberger parallel in der Euro Moto startet, setzt YART-Pilot Marvin Fritz vollständig auf die Langstrecke. Van der Mark sieht für beide Ansätze gute Argumente.

«Es ist wirklich schwierig. Wir haben nur vier Rennen, doch bei diesen vier Rennen will man auch dabei sein», sagte der Niederländer mit Blick auf das Verletzungsrisiko. «Für Markus ist es wichtig, weiterhin Rennen zu bestreiten, um sich in Form zu halten. Marvin hingegen fährt sehr viel bei Trackday-Events. In der Langstrecken-WM ist es wichtig, dass man sehr viel fährt, den Speed haben wir ohnehin alle.»

Van der Mark selbst hatte zuletzt viel Zeit auf dem Motorrad. Auf Grund der Verletzungsmisere des BMW-Werksteams in der Superbike-WM kehrte van der Mark in Most zurück in sein altes Fahrerlager. Auch zuletzt in Aragon pilotierte er die Werks-BMW von Miguel Oliveira. Jetzt richtet sich der Fokus auf die 8 Stunden von Spa.

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Klare Ziele für Spa und Suzuka

Mit Blick auf die kommenden EWC-Events zeigt sich van der Mark jedenfalls selbstbewusst. Für das 8-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps formuliert er sogar eine klare Vorgabe. «In Spa müssen wir gewinnen. Dort müssen wir unbedingt gewinnen», stellte der BMW-Werksfahrer unmissverständlich klar.

Auch für die legendären Suzuka 8 Hours im Juli rechnet sich der Niederländer gute Chancen aus. «In Suzuka waren wir bereits im vergangenen Jahr nah am Podium dran. Das Motorrad ist in diesem Jahr besser geworden. Sicher werden alle in Japan noch schneller sein, doch wir sollten in der Lage sein, um ein Podium zu kämpfen.»

Nach dem unglücklichen Ende von Le Mans scheint die Richtung bei BMW jedenfalls zu stimmen. Entsprechend groß ist die Hoffnung, dass sich die starke Performance beim nächsten EWC-Lauf in Spa endlich auch in einem Spitzenergebnis auszahlen wird. Die Nummer 37 reist als WM-Sechster nach Spa.

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