Michelin-Test in Aragón: Öncü schneller als am Supersport-Rennwochenende
Der zweitägige Michelin-Test im MotorLand Aragón endete in der Supersport-Kategorie mit einer Überraschung. Yamaha-Pilot Can Öncü war schneller als in jeder Session am Wochenende.
Mit der vierten Session der Supersport-Piloten ging der Michelin-Test im MotorLand Aragón zu Ende. Wie in der Superbike-Kategorie nutzten nicht mehr viele Fahrer am Nachmittag die Gelegenheit, die neuen Reifen für die Saison 2027 kennenzulernen – immerhin steckte den Piloten bereits ein ganzes Rennwochenende auf der spanischen Piste in den Knochen, und das dazu bei sehr heißen Bedingungen. Beim zweitägigen Test waren das Wetter und die Streckenverhältnisse ähnlich schweißtreibend.
Am Montag fuhr Can Öncü vom Yamaha-Team Ten Kate in 1:52,932 min am Vormittag die beste Runde. Am zweiten Tag steigerte sich der Türke um 0,2 sec auf eine 1:52,756 min. Damit war der Türke schneller als am Rennwochenende, wo er seine beste Runde am Sonntag im Warm-up in 1:52,856 min fuhr.
Öncü war mit Abstand der schnellste Supersport-Teilnehmer beim Test; kein anderer Pilot fuhr unter 1:53 min. Da Rundenzeiten bei Tests jedoch nur eine bedingte Aussagekraft besitzen, sollte man diesem Umstand keinen zu großen Stellenwert beimessen.
Zweitschnellster war Moto2-Pilot Jorge Navarro, der auf Einladung von PTR Triumph beim Test dabei war. Teamchef Simon Buckmaster wollte eine zusätzliche Meinung über die Michelin-Reifen einholen.
Dominique Aegerter und sein Kawasaki-Teamkollege Jeremy Alcoba probierten die französischen Reifen nur am ersten Tag aus. Weil in zwei Wochen in Misano das Heimrennen des Puccetti-Teams stattfindet, wollte Teamchef Manuel Puccetti seine Fahrer nicht unnötig lange mit ungewohnten Reifen fahren lassen. Der Spanier büßte 1,5 sec auf die Testbestzeit ein, der Schweizer 1,8 sec.
Michelin-Test in Aragon, 1. und 2. Juni: Kombinierte Zeiten Supersport-WM
Pos
Fahrer (Nation/Motorrad)
Zeit
Diff
1.
Can Öncü (TR/Yamaha)
1:52,756 min
2.
Jorge Navarro (E/Triumph)
1:53,321
+ 0,565 sec
3.
Jaume Masia (E/Ducati)
1:53,529
+ 0,773
4.
Tom Booth-Amos (GB/Triumph)
1:53,546
+ 0,790
5.
Alessandro Zaccone (I/Ducati)
1:53,895
+ 1,139
6.
Ondrej Vostatek (CZ/Triumph)
1:53,895
+ 1,139
7.
Valentin Debise (F/ZXMoto)
1:53,913
+ 1,157
8.
Yuki Okamoto (J/Yamaha)
1:53,977
+ 1,221
9.
Borja Jimenez (E/Ducati)
1:54,057
+ 1,301
10.
Federico Caricasulo (I/ZXMoto)
1:54,144
+ 1,388
11.
Corentin Perolari (F/Honda)
1:54,155
+ 1,399
12.
Marcos Ramirez (E/QJ Motor)
1:54,198
+ 1,442
13.
Jeremy Alcoba (E/Kawasaki)
1:54,231
+ 1,475
14.
Matteo Ferrari (I/Ducati)
1:54,349
+ 1,593
15.
Oliver Bayliss (AUS/Triumph)
1:54,359
+ 1,603
16.
Raffaele De Rosa (I/QJ Motor)
1:54,511
+ 1,755
17.
Dominique Aegerter (CH/Kawasaki)
1:54,589
+ 1,833
18.
Oliver König (CZ/Triumph)
1:55,101
+ 2,345
19.
Xavi Cardelus (AND/Yamaha)
1:55,215
+ 2,459
20.
Leonardo Taccini (I/Ducati)
1:55,659
+ 2,903
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