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KTM EXC Vorserienmodelle erwischt: Abkehr vom PDS-Federung auf 2028?

Seit den 1998er Modellen verbaut KTM an der hinteren Aufhängung die markenspezifische Bauart mit direkt angelenktem Federbein, genannt PDS. Davon könnte sich KTM aufs Modelljahr 2028 abwenden.

Enduro

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Unser Erlkönig-Jäger Bernhard Höhne hat (wie immer) ohne zu zögern im richtigen Moment abgedrückt. Fotografiert hat er drei Enduromodelle von KTM, die es so keinesfalls zu kaufen gibt. Man muss nicht mal besonders genau hinschauen, um deren Besonderheit sofort zu bemerken: Die markentypische Hinterradaufhängung namens PDS mit direkt angelenkten Federbein ist ersetzt durch eine konventionelle Lösung mit Umlenkhebelei.

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PDS bedeutet «Progressive Damping System» und bedeutet, dass beim Stossdämpfer von WP Suspension beim Einfedern die Dämpferkraft progressiv zunimmt. Das erspart die progressiv wirkende Umlenkhebelei mitsamt deren Wartung, vereinfacht den Ausbau des Federbeins und erhöht die Bodenfreiheit an entscheidender Stelle unmittelbar vor dem Hinterrad.

Im Endurosport funktioniert diese Lösung gut, im Motocross weniger, weshalb KTM bei den Motocross-Motorrädern auf den Modelljahrgang 2011 zurückwechselte auf eine Aushängung mit Umlenkhebeln. Nun könnte dieser Schritt auch bei den Rennsport-Enduros, der EXC-Baureihe, vollzogen werden. Damit würde sich KTM der gesamten Konkurrenz angleichen, einschliesslich der eigenen Schwestermodelle der Marken Husqvarna und GasGas. Das jedenfalls spekuliert ihr SPEEDWEEK-Autor anhand der Fotos von Kollege Hoehne.

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Die Fahrwerke scheinen denn auch von den entsprechenden Husqvarna-Schwestermodellen zu stammen. Die Motoren sind sowieso identisch. Tank, Kühlerflügel und Heckteil sind für KTM neu entwickelte Teile. Weiter sind an den fotografierten Prototypen die hochwertigen WP-Federelemente zu erkennen, wie sie auch in den Husqvarnas verbaut sind, ebenso das mit Husqvarna baugleiche Heck aus einem Materialverbund aus Polyamid und Aluminium. Brembo-Bremsen zieren die KTMs schon seit Jahrzehnten, so auch die Prototypen.

Nun sei uns die Spekulation darüber gestattet, ob das KTM-Mutterhaus den hart umkämpften Nischenmarkt der Racing-Enduros weiterhin mit drei Marken bedienen will. Mit dem Wechsel von KTM auf eine hintere Aufhängung mit Umlenkhebel wäre die technische Basis von KTM, Husqvarna und GasGas identisch. Sollte sich unsere begründete Spekulation bewahrheiten, dass KTM auf 2028 das PDS aufgibt, würden sich die drei Marken dann nur noch bei den verbauten Komponenten (Bremsen, Lenker, Federelemente) und der serienmässig freigeschalteten Elektronik unterscheiden.

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