George Russell (Mercedes) baff: P2 Silverstone ein Geschenk von Ferrari!
Zweiter Platz für George Russell beim Rennklassiker Silverstone: Der Mercedes-Pilot profitierte von einem taktischen Fehler bei Ferrari und durfte beim Heimrennen erstmals aufs Siegerpodest steigen.
Auf ganz merkwürdige Weise ist George Russell beim Heim-GP von Silverstone zu Platz 2 gekommen hinter Sieger Charles Leclerc. Nicht nur, dass Russell der langsamere Mercedes-Fahrer war, er hatte zwischendurch auch einen Platten und musste unplanmässig an die Box.
Dann aber drehte sich in diesem verrückten Rennen das Pech in Glück: Max Verstappen flog von der Bahn, Safety Car-Phase, Ferrari holte beide Piloten für frische Reifen an die Box, aber Russell blieb draussen.
Nochmals Glück für Russell: Die Rennleitung liess das Safety-Car bis zum Schluss des Rennens auf der Bahn, damit hatte Hamilton keine Chance mehr zum Konter gegen Russell.
Das Pech von Kimi Antonelli (Aero-Teil beim linken Vorderrad gebrochen) liess Russell ebenfalls vorrücken. Eigentlich hätte Russell hier Vierter werden müssen, nun steht er erstmals in seiner GP-Karriere in Silverstone auf dem Podest. Seine beste Platzierung zuvor: fünfter Platz 2023.
Nach seinem 29. Podestplatz in der Königsklasse (gleich viele wie Carlos Sainz) bilanziert der Engländer: «Zunächst mal bin ich überglücklich, dass ich in Silverstone erstmals auf dem Podest stehen darf. Es war ein wirklich schräges Rennen, als ich zuerst einen Platten hatte und danach wieder vorrücken konnte.»
«Diese Safety Car-Phase zum Schluss war für uns eine Einladung, und als Ferrari zu unserer Verblüffung beide Autos reinholte, beschlossen wir, dass ich draussen bleibe. Das war der Schlüssel zu P2.»
«Es tut mir leid für die Fans, dass der Grand Prix unter Gelb zu Ende gegangen ist. Aber für mich persönlich war das natürlich gut, weil Lewis hinter mir mit frischen weichen Reifen auf der Bahn war. Es wäre nicht leicht geworden, ihn mir vom Hals zu halten. Denn meine Reifen waren kalt, und er hatte die weichen Walzen. Aber es ist alles anders gekommen.»
«Das war ein sehr kniffliges Wochenende für mich, mit einem glücklichen Ende. Ich weiss nicht, warum vor dem Rennen so der Wurm drin war. In der Quali hatte ich nicht die volle Top-Speed, und auch im Rennen lief es in Sachen Tempo nicht ideal.»
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