WM-Leader Kimi Antonelli (16.): «Wir hatten eine echte Chance auf den Sieg»
Kimi Antonelli erlebte einen enttäuschenden GP auf dem Silverstone Circuit. Der WM-Leader aus dem Mercedes-Team war drauf und dran, seinen sechsten GP-Sieg einzufahren, als das Pech zuschlug.
Für Kimi Antonelli entwickelte sich der Grand Prix auf dem Silverstone Circuit dramatisch. Der erst 19-jährige WM-Leader hatte sich zuvor den Sprint-Sieg und die Pole zum GP am Sonntag gesichert, die Führung aber bereits beim Start eingebüsst. Doch davon liess sich der schnelle Teenager aus Bologna nicht beirren, er kämpfte sich erst an Lewis Hamilton vorbei und schloss nach einem späten Reifenwechsel in der 35. Runde mit grossen Tempo-Vorteil auf den zweiten Ferrari auf, in dem Charles Leclerc unterwegs war.
Doch dann ging sein Auto kaputt, Antonelli steuerte mehrmals die Box an, holte sich erst eine neue Fahrzeugnase, doch das brachte keine Abhilfe, schliesslich wurde klar: Antonelli hatte sich beim Ritt über die Randsteine einen Teil der Bremsbelüftung am linken Vorderrad beschädigt, das sich verklemmt hatte. Das Team wollte den WM-Leader an die Box holen, um das Auto abzustellen, doch Antonelli wollte hartnäckig auf der Strecke bleiben, weil er zu diesem Zeitpunkt noch Zehnter war und Aussicht auf einen WM-Punkt hatte.
Safety-Car kostete Kimi Antonelli den letzten WM-Punkt
Doch weil er wegen seines defekten GP-Renners zu oft neben die Strecke geriet, kassierte er eine 5-sec-Strafe. So wurde er schliesslich als Sechzehnter gewertet und ging leer aus. Danach erklärte er: «Ehrlich gesagt hatten wir eine unglaubliche Erfolgssträhne mit fünf Siegen in Folge. Alles lief wohl etwas zu gut für mich, und dann kamen zwei Nuller in drei Rennen.»
Das sei schon bitter, räumte der Sternfahrer ein. «Denn in Barcelona war ich als Zweiter unterwegs, als das Technikpech zuschlug, und hier denke ich, dass wir eine echte Chance auf den Sieg hatten. Ich war in Schlagdistanz. Es ist also eine Schande, dass ich nicht einmal die Gelegenheit hatte, es zu versuchen. Aber es ist, wie es ist», fügte er seufzend an.
«Das Wichtigste ist, dass wir zurückschlagen», erklärte Antonelli kämpferisch, betonte aber auch: «Ich konnte es nicht glauben, denn ich kam vom Regen in die Traufe. Ich war mir sicher, dass der zehnte Platz noch zu retten war – trotz der Strafe, denn das Auto war noch irgendwie fahrbar, auch wenn ich sehr viel Abtrieb eingebüsst hatte. Ich war dabei, den nötigen Vorsprung rauszufahren, um die Strafe wettzumachen. Doch dann kam das Safety-Car wegen Max Verstappens Ausfall auf die Piste und da wusste ich, dass das Rennen gelaufen war.»
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