BMW siegt beim vierten FIA WEC-Lauf 2026 in Sao Paulo
Kevin Magnussen, Raffaele Marciello und Dries Vanthoor gewinnen im BMW M Hybrid V8 in Interlagos. Auch Ferrari und Pole-Setter Cadillac auf dem Podium. Triumph für Corvette in der LMGT3-Klasse.
Die Saison 2026 der Sportwagen-WM (FIA WEC) läuft für BMW aktuell wie am Schnürchen. Nach zuletzt dem Sieg in Spa-Francorchamps und Platz zwei bei den 24 Hours of Le Mans konnte nun auch das Rennen in Interlagos (Sao Paulo/Brasilien) gewonnen werden. Kevin Magnussen, Raffaele Marciello und Dries Vanthoor feierten ihren persönlich ersten WEC-Triumph. Hinter dem M Hybird V8 geigte Ferrari mächtig auf, sodass der 499P von James Calado, Antonio Giovinazzi und Alessandro Pier Guidi letztendlich auf Platz zwei einlief.
«Ich freue mich für alle unglaublich. Das Auto war einfach fantastisch. Heute war der BMW M Hybrid V8 eines der schnellsten Fahrzeuge und ein Vergnügen zu fahren. Die Strategie war perfekt, die Boxenstopps auch – heute hat einfach alles gestimmt. Meine beiden Teamkollegen haben hervorragende Arbeit geleistet. Deshalb bin ich überglücklich, endlich diesen Sieg errungen zu haben. Es hat lange gedauert, aber nun ist es endlich geschafft», jubelte Magnussen am Ende.
Eigentlich war Cadillac die Marke, die es in Brasilien zu schlagen galt. Beide V-Series.R fuhren aus der ersten Reihe los und machten zu Beginn auch die Pace. Doch Magnussen im BMW konnte schnell eines der beiden amerikanischen Hypercars überholen. Die beiden Cadillac hatten über das Rennen dann immer wieder kleinere Missgeschicke (Probleme beim Stopp, Dreher, Strafe wegen Kollision etc.), sodass sie leicht zurückfielen. Das machte BMW im Rennverlauf immer mehr zum Favoriten.
Zudem kam Ferrari immer mehr auf - und es entwickelte sich ein Duell um den Sieg, welches BMW aber letztendlich für sich entschied. Mit Platz zwei für den 499P von James Calado, Antonio Giovinazzi und Alessandro Pier Guidi hatten die Italiener aber ein starkes (und auch unerwartetes) Ergebnis. «Wir hatten an diesem Wochenende nicht damit gerechnet, auf dem Podium zu landen. Dass uns dies mit einem nahezu perfekt gefahrenen Rennen gelungen ist, darauf können wir stolz sein», freute sich Calado.
Cadillac mit beiden Autos in Top Vier
Somit reichte es für Cadillac nur zu den Plätzen drei (für den V-Series.R von Norman Nato und Will Stevens) und vier (Earl Bamber, Sébastien Bourdais und Jack Aitken). «Das erste Podium der Saison und Platz 4 für das Schwesterauto – ein gutes Ergebnis für das Team», so Nato. «Dennoch sind wir enttäuscht, denn mit beiden Fahrzeugen hatten wir das Auto und den Speed, um hier erneut einen Doppelsieg einzufahren. Leider haben uns der Zeitverlust beim Boxenstopp und eine kleine Strafe wegen einer Berührung mit einem anderen Wagen um das gewünschte Ergebnis gebracht. Aber wir machen weiter Druck - und der Sieg wird kommen.»
Die Top Fünf komplettierte der private von AF Corse eingesetzt (gelbe) Ferrari von Philip Hanson, Robert Kubica und Yifei Ye. In der LMGT3-Klasse jubelten Peter Dempsey, Charlie Eastwood und Salih Yoluc in der Corvette Z06 LMGT3.R. Das nächste Rennen der FIA WEC-Saison 2026 ist für den 6. September angesetzt. Schauplatz ist dann die Stecke in Austin/Texas.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


