Aufgedeckt: BMW wird Miguel Oliveira (31) für mehrere Jahre an sich binden
Als BMW Ende Juni die Option auf Miguel Oliveira und Danilo Petrucci für die Superbike-WM 2027 nicht zog, schossen Spekulationen wie Pilze aus dem Boden. Was hinter diesem Schachzug steckt.
BMW hat mit beiden Fahrern Miguel Oliveira und Danilo Petrucci einen Vertrag für die Superbike-WM 2026, bis Ende Juni gab es auch eine Option auf nächstes Jahr. Das Ziehen der Option hätte bedeutet, dass es zu den vorher festgelegten Bedingungen weitergeht.
Die Hintergründe könnten nicht unterschiedlicher sein: Während der deutsche Hersteller mit Oliveira längerfristig zusammenarbeiten möchte,
Wunschkandidaten als Nachfolger von Petrucci sind der langjährige MotoGP-Pilot Brad Binder und Moto2-WM-Leader Manuel Gonzalez. Doch beide werden nur verfügbar, wenn sie für 2027 keinen MotoGP-Platz finden, was bis jetzt nicht entschieden ist. Kommen beide nicht in Frage, wäre Jack Miller der nächste auf der Liste von BMW.
Oliveira und BMW wollen zusammen weitermachen
In Donington Park hielten sich sowohl Oliveira als auch BMW bezüglich ihrer Zukunftspläne mit öffentlichen Aussagen zurück. «Es ist fair für beide Seiten, dass wir mehr Zeit haben, um zu schauen, was passt und was nicht», so Oliveira. «Ich hoffe, dass ich in den kommenden Veranstaltungen mehr erreichen kann und warte darauf, was sich in der nahen Zukunft auftut. Meine wenige Erfahrung mit diesem Team sagt mir, dass wir viel unausgeschöpftes Potenzial haben. Darum geht es. Könnte ich eine Situation kreieren mit einer anderen Lösung für nächste Saison, dann würde ich mich immer fragen, was wir hier zusammen nicht erreicht haben. Wir haben den Kreis dieses Projekts bislang nicht geschlossen. Ich hoffe, dass uns dies in den kommenden Rennen gelingt. Ich glaube, dass es Raum für etwas Gemeinsames gibt.»
Die Realität ist auch, dass die Werksteams von Bimota und Kawasaki für 2027 voll sind. Bei Yamaha, Honda und Ducati gibt es theoretische Möglichkeiten, dort steht Oliveira aber nicht oben auf der Wunschliste. BMW hingegen hat größtes Interesse daran, mit seinem derzeitigen Aushängeschild weiterzumachen, auch wenn es am vergangenen Wochenende in England gar nicht lief. SPEEDWEEK.com fand heraus, dass die Verhandlungen für die nächsten drei Jahre (!) weit fortgeschritten sind und die Vertragsunterzeichnung in den kommenden Tagen zu erwarten ist. Oft werden solche Deals für 2+1 Jahre formuliert.
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