Ford baut Testprogramm für FIA WEC nun auf zwei Hypercars aus
In einer spannenden Telefonkonferenz, an der auch SPEEDWEEK.com teilnahm, gab Programm-Manager Dan Sayers ein Update zum Hypercar, mit dem Ford ab 2027 in der Sportwagen-WM (FIA WEC) antreten wird.
Die FIA WEC boomt aktuell. In der Hypercar-Klasse treten derzeit 17 Fahrzeuge von acht Herstellern an. 2027 werden noch McLaren und Ford dazukommen. Um für das Programm gerüstet zu sein, laufen die Vorbereitungen bei Ford bereits auf Hochtouren. Seit Mitte 2025 ist bekannt, dass Ford ein Hypercar nach LMDh-Regeln auflegt. Beim Chassis arbeiten die Amerikaner mit Oreca aus Frankreich zusammen. Angetrieben wird das (derzeit noch namenlose) Ford-Hypercar von einem 5,4 Liter-V8-Motor. Im Gegensatz zum Chassis wird das Aggregat komplett intern bei Ford entwickelt.
Bislang hat Ford drei Tests mit dem Hypercar absolviert. Diese fanden in Le Castellet, Portimão und Silverstone statt. Dabei lief soweit alles nach Plan, wie Programm-Manager Dan Sayers in einer Telefonkonferenz, an der auch SPEEDWEEK.com teilnahm, bestätigte. «Silverstone hatte alle Jahreszeiten und somit auch das typische britische Wetter. So konnten wir auch Regenreifen ausprobieren und lernen zu verstehen, wie sich das Auto im Nassen verhält. Alle Kontrollsysteme haben so funktioniert, wie wir es erwartet hatten. An zwei Tagen konnten wir dort rund 1300 Kilometer abspulen.» Weiterer Vorteil für die Fahrt bei Regen in Silverstone – im April 2027 wird auf der britischen Strecke ein WEC-Lauf ausgetragen. Und zu dieser Zeit ist es nicht ausgeschlossen, dass das Event bei nassen Bedingungen ausgetragen wird. Da bringt der Test natürlich gleich schon wichtige Erfahrungswerte.
Beim Test zuvor in Portimão konnten auch die ersten Fahrten bei Dunkelheit durchgeführt werden. Bislang war Ford lediglich mit einem Testauto unterwegs. Doch das soll sich ab dem kommenden Test in Monza im Oktober ändern. «Wir erwarten das zweite Auto für Monza. Logistisch ist das sicherlich etwas schwieriger, doch es gibt ganz viele Vorteile, da wir das Doppelte lernen», meint Sayers. Ab dann sollen bei jedem Test zwei Autos aufgeboten werden. Im November steht schließlich der erste echte Langstrecken-Test an. Dieser soll im Motorland Aragon stattfinden.
Auch in Bezug auf die Homologation ist Sayers zuversichtlich. «Wir haben schon viele CFD-Runnings und Arbeit im Windkanal gemacht. Wir streben an, dass die finale Homologation Ende des Jahres stattfindet. Wir müssen sicherstellen, dass wir alle vom Reglement geforderten Homologationsboxen erreichen», erläutert er.
Ex-Formel-1-Pilot Logan Sargeant und Mike Rockenfeller im Kader
Mit dem ehemaligen Formel-1-Pilot Logan Sargeant, dem Deutschen Mike Rockenfeller, Sebastian Priaulx, Matt Campbell, Nick Yelloly und Tom Blomqvist stehen bereits alle sechs Stammfahrer von Ford fest. Die genauen Fahrerpaarungen will Ford aber erst Ende 2026 finalisieren.
Zuvor steht aber noch ein anderer großer Meilenstein an. In den nächsten Wochen will Ford endlich enthüllen, wie das Hypercar genau heißen wird. Darauf ist bereits die gesamte Sportwagen-Szene gespannt.
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