Nick Cassidy: «Zwei Weltmeisterschaften zu fahren, ist ein Traum»
In der Sportwagen-WM (FIA WEC) startet Nick Cassidy in einem Peugeot 9X8 zusammen mit Paul di Resta und Stoffel Vandoorne. Aber der Neuseeländer startet auch für Citroen in der Formel E.
Nick Cassidy ist einer von fünf WEC-Piloten, die auch ein Parallelprogramm in der Formel E bestreiten. In der Formel E ist der Citroen-Pilot nach einem Sieg und drei Podestplätzen derzeit Gesamtsechster und mit zwölf Siegen in 87 Rennen einer der erfolgreichsten Fahrer – Meriten, die ihm auf der Langstrecke (nun im ersten Jahr in als Werkfahrer in einem Hypercar) noch fehlen.
Doch er sieht seine Doppelrolle als Erfüllung: «Es ist schön, zwei Programme kombinieren zu können. Das ist etwas, von dem viele träumen. Im WEC erleben wir eine goldene Zeit mit so vielen Herstellern und exzellenten Fahrern. Daher ist das Niveau sehr hoch. Ich bin stolz, da jetzt ein Teil davon zu sein.»
Den Unterschied zwischen FE und WEC fast im Wochenrhythmus erklärt der 31-jährige Neuseeländer so: «Die Herausforderung ist, vom einen Ende der Startaufstellung zum anderen zu wechseln.» Und ernsthaft: «Es gibt doch einige wesentlich Unterschiede. Im WEC muss ich mich an die profillosen Reifen und die komplizierte Aerodynamik gewöhnen. Daher waren die ersten Runden zurück im Hypercar hier in Spa nach der Formel E in Berlin etwas gewöhnungsbedürftig. Ich denke aber, dass ich hier eine gute Gelegenheit habe, viel Erfahrung zu sammeln, was vor Le Mans sehr wichtig ist. Zum Testtag in Le Mans will ich schon mit Erfahrung und Form kommen.»
Insgesamt habe er sich bei Peugeot gut eingelebt, komme mit allen sehr gut aus. «Ich hatte leider in Imola keinen guten Start aus meiner Sicht, deshalb freue ich mich umso mehr auf Spa. Leider passierte mir das Missgeschick auf der Outlap, aber, ja, so etwas kann vor kommen. Ich fühle mich dennoch im Cockpit wohl», erklärt Cassidy.
Seine ersten Runden im 9X8 drehte er in Austin beim Test letztes Jahr. «Wir fahren jetzt noch immer dasselbe Auto, es hat sich nicht viel geändert über den Winter. Ich hatte dann noch einige Runden im Rookie-Test in Bahrain. Dann gab es einen Testtag in Portimao, aber sieben Fahrer teilten sich das Auto... Eigentlich war der 9X8 noch immer ziemlich neu für mich, als ich nach Imola kam.»
Was Peugeot heuer erreichen kann, dazu will Nick keine Prognosen abgeben. Er fühlt sich aber nicht als Rookie, denn: «Langstrecke im Sportwagen ist nicht neu für mich, ich fuhr ja schon im WEC und in Japan. Allerdings das letzte Mal 2020. Ich mag es, mit den anderen zusammenzuarbeiten, wir sind alle ähnliche Charakter. Die Kollegen haben alle mehr Erfahrung im Team und im 9X8, das macht es für mich leichter.» Lernen muss er auch zwei neue Strecken: «Interlagos ist neu für mich, auch Katar, wenn es nachgeholt wird.»
Und welches Dienstauto fährt Cassidy als doppelter Stellantis-Angestellter, Peugeot oder Citroen? «Einen Citroen C5 Aircross. Der ist besser für die Effizienz.»
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