Viele Stürze in Le Mans: Intact-GP-Piloten dominierten das Zeittraining!
Mit Maximo Quiles, Alvaro Carpe und Guido Pini flogen gleich drei Moto3-Sieger ins Aus. Perfekt machten es im Zeittraining die Intact-Held David Munoz und David Alamansa. Rammerstorfer muss ins Q1.
Wie schon am Morgen ging es für die Piloten der Moto3 bei herrlichen Bedingungen auf den Circuit Bugatti von Le Mans mit der wie so oft besten Ausgangslage für die spanische Armada. Denn mit Alvaro Carpe (KTM Ajo), den beiden Intact-Piloten David Almansa und David Munoz sowie Adrian Fernandez hatten wieder vier Piloten aus der Schaltzentrale des Motorradrennsports das Tempo vorgegeben.
35 Minuten standen den 26 Fahrern zur Verfügung, um sich im besten Fall direkt fürs zweite Qualifying am Samstag zu empfehlen. Anders als in der MotoGP – hier kommen nur die schnellsten zehn weiter – werden in der Moto3 14 Plätze vergeben. Die spannende Frage aus Sicht der deutschsprachigen Fans: Schafft es der Österreicher Leo Rammerstorfer? Seit seinem starken Auftritt in Brasilien mit Platz 9 hatte der Honda-Rookie die direkte Qualifikation verpasst.
Spannend auch: Fällt der 2025 vom Australier Joel Kelso aufgestellte Streckenrekord von 1:39,885 min? Zwar sind in der kleinsten Klasse keine Piloten aus Frankreich am Start, doch mit Tech3 und CIP schicken zwei französische Traditionsteams ihre Piloten in den Wettkampf. Während Alvaro Carpe die erste Richtmarke fuhr, schreckte der WM-Leader seine Mannschaft. Maximo Quiles war in Kurve 6 von seiner KTM in CFMOTO-Farben geflogen.
Dramatisch ging es weiter. Noch in der gleichen Minute erwischte es Casey O’Gorman. Der junge Ire flog im dritten Sektor per Highsider ab. Beide Piloten kamen ohne erste Verletzungen davon.
Als die gelben Flaggen wieder eingezogen waren, hatte das Intact-Duo mit Almansa an der Spitze das Kommando übernommen. Und schon flogen die nächsten Bikes. Erst stürzte Italiens Hoffnungsträger Guido Pini, dann erwischte es auch WM-Mitfavorit Alvaro Carpe. Der Spanier verlor die Kontrolle über seine KTM wie Quiles bei der Anfahrt von Kurve 6. Nach heißen ersten zehn Minuten beruhigte sich das Feld der Youngster. Hinter Almansa und Munoz lag weiterhin der gestürzte Carpe, gefolgt von den beiden Rookies Hakim Danish und Marco Morelli. Nur auf Platz 24 zunächst – Leo Rammerstorfer.
Kurz vor Halbzeit der Session konnte WM-Dominator Quiles wieder ins Geschehen eingreifen. Mit vier Zehnteln Rückstand fand sich der Aspar-Pilot auf Rang 9 wieder. Almansas Bestzeit lag noch eine Sekunde über dem Streckenrekord. Auf Platz 14 und damit dem Schleudersitz befand sich vor der Schlussphase der Südafrikaner Ruche Moodley.
Knapp zehn Minuten vor Schluss legte der Führende nach. Almansa verbesserte sich auf 1:40,6 min, Rookie Morelli zog vorbei an Munoz auf Platz 2. Während Almansa nochmals 0,3 s schneller wurde, ordneten sich die Verfolger neu. Danish, Fernandez, Urirarte und Quiles schoben sich ebenfalls in die Top 7. David Munoz, zurückgefallen auf 9, schlug im Finale wieder zurück. Mit seiner 1:40,225 min ging es an die Spitze. Munoz, Almansa, Morelli, Danish, Urirate – so die Top 5 vor dem finalen Umlauf.
Während sich Quiles als Achter ins Q2 brachte, müssen Carpe und Pini ins erste Qualifying. Jubel dagegen in der deutschen Intact-Box. Platz 1 und 2 für die Moto3-Piloten von Peter Öttl.
Leo Rammerstorfer gelang eine Verbesserung. Der Linzer fand über eine halbe Sekunde, verpasste als 24. erneut das Q2. Andere Rookies waren besser: Morelli (3.), Danish (4.), Uriarte (5.), Pratama (9.) und Rios (13.) schafften das Tagesziel. Glück hatte Eddie O´Shea, der sich trotz seines Unfalls als 14. ins Q2 rettete.
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