Dudu Barrichello – Sohn von Rubens: «Mein Vater drängte mich nicht»
Eduardo (genannt Dudu) Barrichello startet in der Sportwagen-WM (FIA WEC) in einem Aston Martin Vantage AMR LMGT3 vom Heart of Racing Team an der Seite von Jonny Adam und Gray Newell.
Barrichello fährt im World Endurance Championship! Doch das ist seit dem Vorjahr Eduardo, der 24-jährige Sohn von Ex-Ferrari-Star Rubens Barrichello (zwei Mal Vizeweltmeister, elf Siege in 19 F1-Saisonen). Und «Dudu» fühlt sich auf der Langstrecke wohl.
«Ich bin in Sao Paulo aufgewachsen. Dad machte seinen Job und flog zu den Tests und Rennen, ich wuchs daheim in Brasilien ganz normal auf», erzählt er. «Mein Vater hat mich nie gedrängt, Rennfahrer zu werden. Das war mein eigener Wunsch», stellt er noch klar.
«Die Langstrecke war eine Option, die sich im Winter 2024/25 auftat. Heuer genieße ich bei Heart of Racing den Sport besonders. Zu Aston Martin kam ich, weil mein Vater eine Möglichkeit sah und einen Test arrangieren konnte. Dann machten wir den Vertrag, so einfach war das», erzählt Dudu. Zur Formel 1 meint er: «Als Kind träumst du immer von der Formel 1. Wenn du älter wirst, merkst du, wie schwierig es ist, es dorthin zu schaffen. Ich habe es geschafft, professioneller Rennfahrer zu sein, und darauf bin auch stolz. Ich bin mit dem Rennfahren in IMSA und WEC sehr glücklich.»
Und er ließ sich nicht durch die Reihe prominenter brasilianischer Piloten Türen öffnen. «Natürlich sind viele bekannte Fahrer aus Brasilien mit meinem Papa befreundet, aber ich habe meine eigenen Freunde. Ich lernte Emerson Fittipaldi kennen, als ich sechs Jahre alt war, aber das war nichts Besonderes für mich in diesem Alter.»
Von 2000 bis 2005 war Vater Rubens Teamkollege von Michael Schumacher bei Ferrari, die Söhne kamen bisher nicht in eine derart enge Verbindung. Dudu sagt dazu: «Mit Mick habe ich keinen persönlichen Kontakt. Klar trafen wir im Vorjahr bei WEC-Rennen aufeinander, aber das war’s dann auch. Er ist ein toller Typ und guter Fahrer, aber ich kenne ihn nicht näher.»
Barrichello junior betont: «Ich bin sehr glücklich im GT3 in WEC und IMSA. Klar will ich einmal auch ein Hypercar fahren, aber da ist im Moment nichts im Busch. Jetzt will ich einmal meine besten Leistungen hier abrufen. Mal sehen, was die Zukunft noch bringt. Ich fokussiere mich ganz auf die WEC- und IMSA-Einsätze.» 2025 beendete Barrichello die WEC-Saison auf Platz 15 (32 Punkte, zwei Poles, eine schnellste Runde). In Imola Mitte April begann er die WEC-Saison an neunter Stelle.
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