Euro Moto Superbike
Superbike-Training: Reiterberger schnell, Tulovic auf den letzten Drücker
So richtig spaßig war es am Freitagmorgen und am frühen Nachmittag für die Piloten der Euro Moto Superbike, vormals IDM, nicht. Nieselregen und eine nasser Strecke wollten gemeistert werden.
Beim ersten freien Training hatten sich nicht alle Fahrer der Euro Moto Superbike auf die Strecke gewagt. Manch einer, unter anderem das GERT56-Team mit Marcel Schrötter, Toni Finsterbusch und Jan-Ole Jähnig, hatte auf einen Einsatz auf dem verregneten Sachsenring verzichtet. Schnellster Mann war nach dem ersten rutschigen Einsatz der Este Hannes Soomer. Der Mann vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW war erst kurz vor knapp am Sachsenring gelandet und hatte es daher im ersten Umlauf umso eiliger. «Der Sachsenring ist wie alle anderen Strecken im Regen, rutschig», so sein kurzes Fazit. «Vor allem die erste Rechts nach den vielen Linkskurven ist im Regen eine noch größere Herausforderung als im Trockenen.»
Von Sonne war auch im zweiten freien Training weit und breit nichts zu sehen. Dennoch ging es für alle 17 Superbiker zum Arbeitseinsatz. Markus Reiterberger hatte es sich auf Platz 1 kurzzeitig mit einer 1.37,966 min gemütlich gemacht. Ansonsten war es bei den 17 Teilnehmern eine Sammlung von kurzen Stints und regelmäßigen und auch längeren Boxenbesuchen. Nicht so richtig in Schwung kamen die Orgis-Brüder Leon und Kevin sowie Ducati-Mann Lukas Tulovic, die keine gezeitete Runde zusammenbrachten. Milan Merckelbagh und Hannes Soomer waren nach ein paar Runden ebenfalls mit 1.37er-Zeiten unterwegs. Genauso wie Honda-Pilot Florian Alt, der sich zehn Minuten vor Schluss auf Platz 1 drängelte, nur um wenige Sekunden später von Soomer mit einer 1.37,355 min wieder einkassiert zu werden.
Zum Schluss nochmal nachgelegt
Doch die Streckenverhältnisse besserten sich, wenn auch nur wenig. Bester Beweis die 1.36,780 min von Markus Reiterberger. Marcel Schrötter rackerte sich tapfer ab und schraubte seine Zeit immer weiter nach unten. Sechs Minuten vor Trainingsende war er auf dem vierten Platz angekommen und Tulovic zeigte sich mit seiner ersten gezeiteten Runde und nahm die Verfolgung der Spitze auf, an der mit einer 1.36,625 min der ungarische BMW-Pilot Soma Görbe aufgetaucht war, vier Tausendstel schneller als Reiterberger, der unter Druck vom einzigen Yamaha-Piloten Twan Smits geriet.
Toni Finsterbusch hatte sich das ganze Training bedeckt gehalten, nur um zwei Minuten vor Schluss die Bestzeit mit einer 1.36,274 min zu fahren und Görbe, Smits, Reiterberger und Soomer hinter sich zu lassen. Nicht mit mir hatte sich Reiterberger gedacht und in seiner letzten Runde mit einer 1.35,069 min und damit einer klaren Bestzeit überzeugt. 1,2 Sekunden sein Vorsprung. Ähnliche Gedanken hatte wohl auch Lukas Tulovic und zauberte in seiner letzten von gerade mal fünf Runden eine 1.35,785 min hin und holte sich Platz 2, 0,716 sec hinter Reiterberger.
Marcel Schrötter fehlten bei den schwierigen Bedingungen 2,211 sec auf die Bestzeit und er wurde Achter. Die nächste Chance gibt es am frühen Abend beim Superbike Pre Practice, wo sich entscheidet, wer gleich in der Superpole 2 darf und wer den Umweg über die Superpole 1 nehmen muss.
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