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Wenige Tage vor dem Gastspiel der Superbike-WM 2026 in Most wurde der Verkauf der Rennstrecke bekannt. Welche Pläne der neue Eigentümer mit dem Motorsportkomplex nahe der deutschen Grenze hat.
Das Autodrom Most ist in neuen Händen. Wie am 6. Mai, kurz vor dem alljährlichen Highlight im Veranstaltungskalender der tschechischen Rennstrecke, der Superbike-WM, verkündet wurde, hat die Rennstrecke im Norden Tschechiens einen neuen Eigentümer.
Die tschechische Investmentgruppe RIQ Investments hat den Erwerb einer 100-prozentigen Beteiligung an der Gesellschaft ‹Autodrom Most a.s.› abgeschlossen. Dazu hieß es von Seiten der Gesamtanlage mit Rennstrecke, Motorsportanlagen und modernem Übungsgelände für Fahrsicherheitstrainings: «Die Transaktion schlägt ein neues Kapitel in der Entwicklung des Autodroms auf, wobei der Schwerpunkt auf Motorsport, Infrastruktur und der Förderung junger Talente liegt.»
Bei RIQ Investments handelt es sich um eine Investmentgruppe mit mehr als 14-jähriger Geschichte, die sich auf Produktions- und Verarbeitungsunternehmen in den Bereichen Steinabbau und -verarbeitung, Automobilindustrie, erneuerbare Energien und Immobilien in der Tschechischen Republik und der Slowakei spezialisiert hat. Standorte des Unternehmens sind Brünn (Brno) und Bratislava. Gründer und Vorstandsvorsitzender ist Roman Stanek, der Vater des gleichnamigen aktuellen Formel-Piloten, der derzeit in der japanischen Super-Formula-Serie aktiv ist, auf eine erfolgreiche Zeit in der FIA Formula 2 zurückblicken kann und gleichzeitig eine eigene Fahrerakademie für talentierte Jugendliche aufbaut.
Zur 100-prozentigen Übernahme sagte Roman Stanek senior: «Das Autodrom Most blickt auf eine lange Tradition zurück und verfügt über ein außergewöhnliches Zukunftspotenzial. Wir möchten an diese Geschichte anknüpfen und es gleichzeitig als Zentrum für Spitzenmotorsport sowie als Plattform für die Förderung einer neuen Generation von Rennfahrern weiterentwickeln.»
Der bisherige Eigentümer, Josef Zajicek, kommentiert die Transaktion wie folgt: «Wir betrachten die Übernahme als einen bedeutenden Meilenstein für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Der neue Eigentümer hat das klare Ziel, die Position des Autodroms auf der internationalen Bühne zu stärken und seine Aktivitäten im Bereich der Nachwuchsförderung weiter auszubauen.»
Damit ist auch klar, dass der Eigentümerwechsel keine negativen Auswirkungen auf die wieder im Jahresprogramm befindlichen Rennveranstaltungen wie der Superbike-WM (15. bis 17. Mai), die IDM (26. bis 28. Juni), der Czech Truck Prix inklusive der europäischen NASCAR-Serie (28. bis 30. August) oder auch Renntrainings haben dürfte. Auch das Polygon (Fahrsicherheitstrainingsgelände) sowie der Gesamtkomplex bzw. Teile davon stehen für die Vermietung an Firmenkunden weiter zur Verfügung.
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