Ungewöhnlich viele Boxenstopps bei Alex Albon: Was war da los?
Gegen Ende des Japan-GP kam Alex Albon gleich mehrmals zum Boxenstopp, fiel weit zurück. Der Williams-Pilot klärte nach dem Rennen auf, was hinter den Stopps und einem Mini-Stint auf Soft steckte.
Es ging in der Schlussphase des Formel-1-Rennens ins Japan ein wenig unter, aber Fans von Williams und Alex Albon dürfte aufgefallen sein: Der Brite kam ständig zum Boxenstopp. Was war da los?
Mehrere Boxenstopps in der Schlussphase
Schaut man sich das Boxenstopp-Protokoll von Suzuka an, sieht man dort Folgendes: Alex Albon kam um 14:50 Uhr Ortszeit zum Reifenwechsel. Runde 22, also nach dem Bearman-Unfall und in der Safety-Car-Phase, in der viele Fahrer die Gelegenheit nutzten. Soweit nichts Ungewöhnliches. Aber auch kurz vor Ende des Rennens kam Albon noch zweimal rein: Um 15:30 Uhr und nur acht Minuten später erneut. Das waren jeweils die Runden 45 und 49. Er beendete das Rennen mit zwei Runden Rückstand auf Sieger Kimi Antonelli, zog zwischenzeitlich einen Soft-Reifen auf, um dann doch wieder auf Medium zu gehen. Ein Experiment? Ein Defekt?
Was war da los bei Albon? Der Brite sagte nach dem Rennen: «Ich steckte während des Rennens im Verkehr fest, daher ist eigentlich nichts Besonderes passiert, und es wurde eher zu einer Art Testfahrt, da wir ein paar Dinge am Frontflügel ausprobieren wollten, um ihn besser zu verstehen und Daten zu sammeln.» Der Flügel hatte in der Vergangenheit Probleme bereitet, war beim Auftakt in Australien schon großes Thema.
Albon: Probleme in den Griff bekommen
Albon: «Das Auto fühlt sich für den aktuellen Stand ganz gut an, und das Team hat in diesen drei Wochen wirklich hart daran gearbeitet, es in eine gute Position zu bringen. Realistisch gesehen erreichen wir das, was wir erreichen können, und fahren unsere Rennen so gut wie möglich, aber wir müssen einfach einige Probleme in den Griff bekommen und etwas mehr Geschwindigkeit ins Auto bringen.»
Williams hatte den Shakedown zu Saisonbeginn auslassen müssen, hat daher weniger Daten gesammelt als die anderen Teams. In der aussichtslosen Lage machte Williams den Japan-GP von Alex Albon dann pragmatischerweise zu einem FP4. Weil die Formel 1 jetzt absagenbedingt in eine fünfwöchige Pause geht, lohnt sich die Datensammelei besonders.
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