Audi-Rennleiter Allan McNish: «Nervöser als je zuvor»
Allan McNish ist neuer Rennleiter bei Audi, hatte in Miami sein Debütwochenende. Der Schotte erklärt seine Liebe zum Rennsport und verrät, was in Miami besonders anspruchsvoll war.
Was für ein Premieren-Wochenende für Allan McNish als neuer Rennleiter bei Audi! Der Schotte war im April in die neugeschaffene Position beim deutschen Rennstall berufen worden. Die neue Position war eine Reaktion auf den Abgang von Teamchef Jonathan Wheatley. Projektchef Mattia Binotto ist nun auch Teamchef, hatte sich aber Unterstützung im operativen Bereich gewünscht. Das übernimmt nun McNish, der sich bislang ums Programm für Nachwuchsfahrer gekümmert hatte (und das auch weiterhin neben dem Rennleiterjob tut).
«Nervöser als je zuvor»
Mit einem Lachen sagt der Schotte während seiner ersten Medienrunde an einem Sonntag nach einem Rennen: «Ich bin im Moment tatsächlich nervöser als je zuvor. Ich war schon ein paar Mal an der Rennstrecke, es ist also nicht das erste Mal. Ich kenne mich also sozusagen in der Materie aus.»
McNish: «Wir verfügen ganz klar über viel Erfahrung in verschiedenen Bereichen des Teams. Das ist das Positive daran. Ich wusste schon ziemlich genau, woran wir im operativen Bereich arbeiten mussten.»
Viele Veranstaltungen, viel Marketing
Das Audi-Team hatte die Personalie zwischen den Rennen in Suzuka/Japan und dem GP von Miami verkündet. Das Rennen in Florida war entsprechend McNishs Premiere in seinem neuen Job – und eine richtige Feuertaufe. Denn in Sachen Werbetrommel war beim US-Rennen jede Menge los. McNish: «Es war das größte Event, das das Team jemals mit Blick auf Marketing und Öffentlichkeitsarbeit und mit Veranstaltungen im Stadtzentrum hatte. Es gab also eine ganze Menge anderer Dinge, abgesehen von dem, was hier drinnen im Fahrerlager und Team vor sich ging. Es betraf also tatsächlich viele Bereiche und mehr als nur den operativen Aspekt des Rennleitersjobs.»
McNish: «Lebe für den Rennsport»
Dann bricht eine emotionale Ode auf den Motorsport aus McNish heraus, der früher selbst früher ein paar Rennen Formel 1 fuhr: «Ich lebe für den Rennsport. Ich habe mein ganzes Leben lang für den Rennsport gelebt. Seit ich elf Jahre alt war. Das ist es, was ich liebe. Das ist es, was mich morgens aus dem Bett treibt. Das ist meine Leidenschaft. Wenn ich sage, ich lebe für den Rennsport, dann gehe ich nicht glücklich nach Hause, wenn wir nicht gewonnen haben. Und ich weiß, dass das nicht immer der Fall ist. Denn im Rennsport verlierst du öfter, als du gewinnst. Das ist einfach eine natürliche Statistik. Abgesehen von vielleicht ein oder zwei Ausnahmen. Aber die Realität ist, dass dieses Umfeld mein Leben ist. Es ist meine Karriere. Es ist mein Hobby. Es ist meine Leidenschaft.»
Viel Trubel neben der Strecke – und viel Drama auf der Piste. Dass man nicht immer gewinnt, weiß McNish – und musste es in Miami auch schmerzhaft nacherleben. Denn das Wochenende für Audi war mit zwei Ausfällen und einer Disqualifikation von Pannen geprägt. Eine ziemliche Feuertaufe also für den neuen Rennleiter…
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