Alonso (Aston Martin-Honda): «Wir kennen den Schuldigen, sind nicht blind»
Der zweifache Formel-1-Champion Fernando Alonso hatte schon nach dem ersten Quali-Segment Feierabend. Der 45-jährige Spanier ist frustriert und stöhnt: «Wir kennen alle den Schuldigen.»
Das stolze Aston Martin nach dem ersten Monza-Qualisegment auf den letzten Rängen, das schmerzt. Fernando Alonso nach Q1 nur auf Platz 21, Lance Stroll Letzter. Übler geht’s nicht.
Der 32-fache GP-Sieger Alonso: «Wir wussten, Monza wird für uns die schlechteste Strecke, vielleicht mi Ausnahme von Las Vegas. Wir verlieren massiv Zeit, auf den Geraden haben wir ein grosses Defizit. Die Daten sind eindeutig, wir sind nicht blind. Wir müssen an der Leistung arbeiten, und es gibt klare Ziele für nächstes Jahr.»
«Unser Chassis ist sehr gut, das haben wir auf dem Hungaroring und in Zandvoort gesehen. Es gibt Strecken, die uns besser liegen, aber auch das macht mir dieses Jahr nicht allzu grosse Sorgen, weil wir ohnehin hinten im Feld stehen.»
«Wenn sich die Gelegenheit ergibt, einen weiteren Punkt zu holen, gut. Wenn nicht, auch gut. Das wird unsere Mentalität für ein besseres 2027 nicht ändern. Wir sind nicht dort, wo wir sein sollten, und alles ist für uns gerade ein Berg – es gibt so viele Dinge, die wir verbessern müssen. Beim Chassis haben wir die Richtung gefunden, um uns nächstes Jahr zu verbessern, aber beim Motor müssen wir dasselbe tun.»
Alonso über Honda: «Wir fahren hier 90 Prozent der Runde mit Vollgas. Ja, wir haben uns verbessert, vor allem in Sachen Fahrbarkeit, aber das wird man eher in Madrid oder Singapur merken. In Monza ist Leistung halt wichtiger als Fahrbarkeit.»
Das Energie-Management mit den 2026er Autos ist anhaltend Fragezeichen und Ärgernis zugleich. Denn Alonso weist darauf hin: «Mit diesen Hybridautos im Tempel der Geschwindigkeit zu fahren, das ist merkwürdig. In Barcelona erreichen wir 360 Kilometer pro Stunde und 355 in Ungarn, auf jenen zwei Strecken haben wir kein Problem mit genügend elektrischer Power. Hier sind es etwa 312. Sorry, aber das ist doch nicht mehr der Tempel der Geschwindigkeit.»
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