Ferrari beim Monza-Heimspiel: Erleichterung trotz verpasster Pole-Position
Die Ferrari-Stars Charles Leclerc und Lewis Hamilton werden aus der 2. Reihe ins Monza-Heimspiel starten. Die Pole verpasste das Duo um mehr als 2 Zehntel. Dennoch ist man bei den Roten erleichtert.
Das Qualifying in Monza lief für den Pole-Favoriten George Russell nicht wie geplant. Der Brite klagte nach dem verpassten ersten Startplatz über Gegner Max Verstappen, der vor dem Start des letzten und entscheidenden Q3-Versuchs in der Parabolica in die Eisen stieg und dafür sorgte, dass das hinter ihm fahrende Mercedes-Duo auch abbremsen musste. Der Routinier im Team der Sternmarke war daraufhin zu nah an seinem Teamkollegen dran, um von dessen Windschatten zu profitieren, was dafür sorgte, dass er ein deutliches Speed-Defizit hatte.
Deutlich besser gelang das Windschatten-Spiel dem Alpine-Team, und als Belohnung für die perfekte Ausführung durfte sich das Team mit Pierre Gasly über dessen erste GP-Pole freuen. Auch das Ferrari-Duo schaffte es, das Windschatten-Spenden hinzubekommen und Hamilton konnte seine Rundenzeit noch einmal verbessern. Für die Pole reichte es dennoch nicht. Auch die Rückversetzung von Oscar Piastri, der die drittschnellste Runde geschafft, aber eine Strafversetzung um drei Startplätze kassiert hatte, weil er Liam Lawson im Q2 im Weg gewesen war, liess das Duo nicht in die erste Startreihe vorrücken. Diese belegten Gasly und Russell.
In der Box der Roten überwog dennoch die Erleichterung. Denn Hamilton schaffte den Q3-Einzug nur ganz knapp, eine Tausendstel machte den Unterschied. Teamchef Fred Vasseur bestätigte nach getaner Arbeit: «Wir haben als Team erwartet, dass wir hier etwas leiden würden, denn das Streckenlayout spielt uns nicht in die Hände. Dass wir also nur eine Zehntel langsamer als Russell waren, ist ein gutes Ergebnis.»
Über den knappen Q3-Einzug von Hamilton sagte der Ingenieur aus Frankreich: «Das zweite Qualifying-Segment war etwas komplizierter, denn wir hatten bei der Vorbereitungsrunde ein Problem mit der Batterie, die beinahe dazu geführt hätte, dass unser Quali-Ergebnis deutlich schlechter ausfiel.» Und mit Blick aufs Rennen ergänzte er: «Unser Renntempo war am Freitag anständig, und das war es auch in den letzten paar Rennen. Die Strategie wird natürlich entscheidend sein, und alles ist noch offen. Wir müssen aber alles perfekt hinbekommen, um unseren Fans zuhause einen Grund zum Jubel zu bieten.»
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