Vietti (2.) zum Wechsel auf WP: «Vielleicht fehlt uns noch die Präzision»
Celestino Vietti beendete das Moto2-Rennen in Barcelona nach engem Duell mit Manuel Gonzalez auf Rang 2. Was er zu den Fahrwerkskomponenten von WP sagt und wie ihm Valentino Rossi geholfen hat.
Boscoscuro-Pilot Celestino Vietti hatte in Barcelona ein starkes Moto2-Wochenende. Zuerst sicherte er sich im Qualifying die Pole-Position. Im Rennen erwischte der Fahrer der VR46-Akademie einen guten Start. WM-Leader Manuel Gonzalez (Intact GP) bog zwar vor ihm in die erste Kurve ein, doch Vietti blieb konsequent und konterte umgehend.
Danach behielt Vietti im Rennen über 21 Runden lange Zeit die Führung, auf Platz 2 folgte ihm Gonzalez. Vier Runden vor Schluss kam dann der Angriff des Spaniers. Zu Beginn der drittletzten Runde ging Gonzalez mit einem sauberen Manöver an Vietti vorbei. Der Italiener blieb an seinem Rivalen dran, doch Gonzalez fuhr abgeklärt seinem zweiten Saisonsieg entgegen – im Ziel hatte Vietti zwei Zehntelsekunden Rückstand.
«Manu hatte, vor allem in den letzten drei Runden, noch etwas mehr aufzubieten. Und dann hatte er im Windschatten die Gelegenheit. Da konnte ich die Linie nicht mehr verteidigen», musste Vietti zugeben. «Er konnte einfach mit dem Hinterreifen besser umgehen. Aber ich bin zufrieden mit der Arbeit. Wir hatten auf jeden Fall ein tolles Wochenende.»
WP: Andere Art zu fahren
Das SpeedRS-Team von Luca Boscoscuro wechselte in Le Mans von Öhlins-Fahrwerkskomponenten zum österreichischen Fabrikat WP Suspension. Wie schwierig ist es für einen Fahrer, sich während der Saison darauf einstellen zu müssen? «Es ist schon ein wenig schwierig. Aber wir hatten Glück, dass es sofort gut funktionierte. Vielleicht fehlt uns noch etwas bei der Präzision», grübelte der 24-Jährige. «Auch in Le Mans hatten wir keine Gelegenheit, ein langes Rennen zu fahren, weil wir dort nur neun Runden hatten. Hier haben wir somit das erste richtige Rennen bestritten.»
Wo liegen die Unterschiede zwischen WP und Öhlins? «Für mich ist die Herangehensweise beim Fahren anders. Es ist nicht unbedingt besser in irgendeiner Hinsicht – es ist einfach eine andere Art, damit zu fahren», erklärte Vietti. «Und es passt wirklich gut zu meinem Fahrstil. Vor allem, wenn man in den Kurven mit dem Hinterreifen lenkt. Mir gefällt sehr, wie es funktioniert.»
Am Dienstag hatten Vietti und seine SpeedRS-Crew beim Barcelona-Test die Gelegenheit, die Boscoscuro noch besser auf die WP-Komponenten abzustimmen und weitere Erfahrungen zu sammeln. In der Zeitenliste belegte Vietti mit knapp 0,8 sec Rückstand auf Gonzalez Rang 12.
Unterstützung von Valentino Rossi
Beim Catalunya-GP war auch Valentino Rossi vor Ort. Er stand den Fahrern der VR46-Akademie beratend zur Seite. Hat das Vietti am Rennwochenende geholfen? «Ja, auf jeden Fall. Es ist immer super, wenn er da ist. Denn er hat ein Auge für die kleinen Details, das sonst niemand sieht», so Vietti. «Abends ging ich immer in die VR46-Hospitality, um mich mit ihm zu unterhalten. Seine Anwesenheit ist immer etwas Besonderes.»
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