Florian Alt (Honda): «Wir waren am Sachsenring nahezu chancenlos»
Den Euro Moto Auftakt auf dem Sachsenring hatte sich der ehemalige IDM Superbike-Champion wahrlich anders vorgestellt. Doch am Ende konnte er das Ruder nicht rumreissen.
Das hätte man so beim Euro Moto Superbike-Auftakt auf dem Sachsenring nicht erwartet. Florian Alt vom Team Holzhauer Racing Promotion und das Wort ‚Mittelfeld‘ gleich bei beiden Rennen in einem Atemzug nennen zu müssen. Immerhin war der Honda-Pilot in den letzten Jahren in der Endabrechnung stets ganz weit vorne aufgetaucht und immer für einen Podestplatz gut. Eine Woche vor dem Saison-Auftakt war er noch bei Testfahrten auf der deutschen Grand Prix-Strecke unterwegs gewesen, um sich eventuell einen kleinen Vorsprung in Sachen Setup vor der Konkurrenz, die zum Teil Jahre, oder wie Markus Reiterberger gar über ein Jahrzehnt, nicht mehr auf der Berg- und Talbahn unterwegs gewesen war, herauszuarbeiten.
Geholfen hat es am Ende nichts und obwohl es am Renn-Sonntag deutlich wärmer war als noch an den Tagen zuvor und die Honda zu der ‚Je heisser, je besser‘-Abteilung gehört, konnte Alt, der schon nach dem Test tiefgestapelt hatte, das Ruder nicht wirklich rumreissen.
Mit den Plätzen 7 und 8 landete er in der 17 Mann nicht wirklich voll besetzten Euro Moto Superbike eben im ‚Mittelfeld‘. Mit dem Ausgang an der Spitze des Rennens hatte Alt nichts zu tun. Selbst wenn man die One-Man-Show des Ducati-Doppelsiegers Lukas Tulovic außer Acht lässt, gegen den konnte auch das restliche Feld keinen Stich landen, waren auch die BMW-Herren Schrötter und Reiterberger, sowie Yamaha-Pilot Twan Smits nicht gerade zum Greifen nah.
Wir haben aktuell die schnellste Fireblade, die wir je hatten.Florian Alt
«Über die Distanz fünf Sekunden schneller als bei unserem letzten Rennen hier», erinnert sich Alt an die Rennen aus dem Jahr 2024. «Damals haben wir noch um den Sieg gekämpft. Trotzdem waren wir dieses Wochenende nahezu chancenlos. Nach unserer starken letzten Saison wurde uns der Konzessionpunkt entzogen, aber selbst damit wäre der aktuelle Rückstand kaum wettzumachen gewesen.»
«Die anderen Hersteller haben riesige Schritte gemacht», stellt Alt nüchtern fest, «und wir versuchen gerade wirklich, alles aus unserem Paket rauszuholen. Trotzdem ein riesiges Dankeschön an Honda und mein Team. Wir haben aktuell die schnellste Fireblade, die wir je hatten. Die Saison wird hart, aber wir geben nicht auf. Es kommen Strecken, die uns besser liegen.»
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