F1 in Malaysia: Verwarnung und Geldstrafe für Lewis Hamilton und Ferrari
Im Formel-1-Training in Malaysia behinderte Lewis Hamilton (Ferrari) Gabriel Bortoleto (Audi). Hamilton selbst kam mit einer Verwarnung davon. Ferrari muss dagegen eine Geldstrafe zahlen.
Und wieder ist Lewis Hamilton mit einer Verwarnung davongekommen. Der Ferrari-Pilot bekam nach einem Zwischenfall im zweiten Training in Malaysia eine Verwarnung – und sein Team eine Geldstrafe von 10.000 Euro aufgebrummt.
Was war passiert? Im zweiten Training stand Hamilton Gabriel Bortoleto im Weg, weil er zu langsam auf der Ideallinie unterwegs war. Bortoleto musste ruckartig ausweichen. Der Audi-Pilot beschwerte sich lautstark: «Was macht der Kerl da?» Und: «Er hat mich doch gesehen und bleibt trotzdem im Weg.» Der Brite funkte wenig später, dass er über seine Spiegel nicht richtig sehen könne.
Die Rennkommissare luden beide Fahrer sowie jeweils einen Teamvertreter vor. Dabei kam heraus: Hamilton war auf seiner Auslaufrunde mit 80 bis 85 km/h unterwegs, Bortoleto mit etwa 240 km/h. Hui!
Verwarnung Hamilton, Geldstrafe Ferrari
Die Offiziellen erkannten an, dass Bortoleto behindert wurde und schnell ausweichen musste. Weil allerdings Hamiltons Rückspiegel tatsächlich beschädigt war und das mit Fotos und Videos nachgewiesen werden konnte und er auch keine Warnung per Funk bekommen hatte, dass Bortoleto heranfuhr (und nicht auf einer Push-Lap war), entschieden sich die Kommissare für die Standardstrafe im Training, nämlich eine Verwarnung. Weil das Ferrari Hamilton nicht Bescheid gab, müssen sie eine Geldstrafe von 10.000 Euro zahlen.
Hamilton Wiederholungs-Bummler
Hamilton ist zuletzt Stammgast bei den Offiziellen wegen Bummelns auf der Ideallinie. Schon in Baku musste er nach dem Training vorsprechen, weil er Liam Lawson im Racing Bulls-Boliden in der brenzligen Passage auf der langen Geradeaus-Passage über die Kurven 16 bis 18 hinweg im Weg gestanden hatte. Er kam auch hier mit einer Verwarnung durch.
Nach Abschluss des Trainingsfreitags sagte Hamilton: «Insgesamt war es ein anspruchsvoller Tag, an dem auf der Strecke nur sehr wenig Grip zur Verfügung stand. Es war nicht einfach, die richtige Balance zu finden, aber das schien ein allgemeines Problem im gesamten Feld zu sein.»
Zum Programm bei der Scuderia sagte der Brite: «Im Laufe der Sessions haben wir verschiedene Set-up-Richtungen ausprobiert, und nun liegt der Fokus darauf, die Daten auszuwerten und den richtigen Kompromiss zu finden. Wir scheinen nicht allzu weit vom Tempo entfernt zu sein, wissen aber, dass noch Arbeit vor uns liegt, um das Auto für morgen besser vorzubereiten.»
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