Williams-Teamchef mischt sich bei Ferrari ein: «Vasseur ist der Richtige»
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur stand zuletzt im medialen Feuer. Nicht nur seine eigenen Fahrer stützen ihn nun öffentlich, auch die Konkurrenz. Williams-Teamchef James Vowles mischte sich offensiv ein.
Großes Thema bei der Teamchef-Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Bahrain in Malaysia war der mediale Wirbel um Ferrari-Teamchef Fred Vasseur (
Als Vasseur gerade über die negative Berichterstattung und das dadurch nötig gewordene öffentliche Treuebekenntnis der Ferrari-Spitze zu Vasseur ging, schaltete sich Williams-Teamchef James Vowles ein. Als Vasseur eine Frage dazu beantwortet hatte, meldete sich der Brite zu Wort, obwohl er zu dem Thema gar nicht gefragt worden war. Es schien ihm wichtig zu sein.
Konkurrenten auf der Strecke, aber Support daneben
Vowles mischte sich ein: «Ich möchte dem noch etwas hinzufügen. Normalerweise gehen wir hart miteinander ins Gericht und stechen uns gegenseitig in den Rücken.» Denn auf der Strecke sind die Teamchefs ja Rivalen. Der Williams-Teamchef erkennt aber neidlos an: «Ferrari ist in der Meisterschaft so gut aufgestellt wie schon lange nicht mehr. Sie haben in diesem Jahr mit einem Heckflügel und einer Auspuffanlage Innovationen am Auto eingeführt, die wir alle in der Folge kopiert haben. Das Team schlägt sich hervorragend. Für mich persönlich steht also außer Frage, dass Fred der Richtige für diese Aufgabe ist.» Ferrari-Teamchef Vasseur bekommt also starke Unterstützung von der Konkurrenz!
Bei Ferrari sind die Tiefen tiefer
Später wurde Vowles dann weiter zu Vasseur und zur öffentlichen Rolle von Teamchefs befragt: Kriegt Vasseur als Ferrari-Teamchef mehr ab als er selbst? Der Brite, der früher bei Mercedes war, sagte: «Natürlich ist das schwer zu sagen, da ich noch nie ganz in dieser Position war, aber nach dem, was ich so lese, ja. Im Grunde genommen denke ich, dass der Unterschied darin liegt – und das wissen wir alle, seien wir mal ehrlich –, dass unsere Jobs auf dem Spiel stehen. Wenn wir unsere Arbeit nicht gut genug machen, sind wir sofort in Gefahr. Ich denke, das ist eine Selbstverständlichkeit. Das nimmt man in Kauf, wenn man diesen Posten übernimmt. Aber es gibt einen Unterschied darin, wie man im Erfolg gefeiert und wie man im Misserfolg bestraft wird. Generell gilt das für uns alle. Ich würde sagen – wenn ich darüber lese, wirkt das sehr von außen betrachtet –, dass es in gewisser Weise gegenüber Fred übertrieben ist, auch gegenüber seinen Vorgängern in dieser Rolle. Ich glaube, die Höhen sind viel höher und die Tiefen viel tiefer. So sehe ich das.»
Ferrari ist eben ein ganz besonders Team. Auch Alpine-Berater Flavio Briatore stützte Vasseur, sagte: «Manchmal brauchen wir freundlichere Medien.» In den Farben getrennt, in der Sache geeint...
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach




