Martin (Aprilia): Darum fiel der WM-Leader im MotoGP-Zeittraining zurück
Während viele MotoGP-Asse erst im Zeittraining aufs Ganze gingen, konnte der WM-Führende Jorge Martin (Aprilia) nicht mehr ganz vorne landen. Immerhin: Der «Martinator» schaffte den Einzug ins Q2.
Aprilia-Werksfahrer Jorge Martin hatte zuletzt reichlich Selbstbewusstsein getankt. Neben KTM-Held Acosta war Martin der bestimmende Pilot des Österreich. Mit zwei extrem starken Vorstellungen, die an den «Martinator» der Saison 2024 erinnerten, schwamm er sich aus eigener Kraft von Marc Marquez frei – immerhin 12 Punkte holte die Nummer 89 mehr als «MM93».
Martin, der in Motegi schon gewann, 2025 aber Schrott und Ärger produzierte, erlebte zum Auftakt des Japan-GP einen wechselhaften Ausgang mit doch positivem Ausgang, denn die eigentliche Mission erfüllte Martin. Platz 8 im Zeittraining bedeutete den direkten Q2-Einzug. Bemerkenswert die Zeitabstände. Auf die Nummer 1 Alex Marquez büßte Martin 0,464 Sekunden, auf Marco Teamkollege Bezzecchi (4.) die Hälfte ein. Doch auch Fermin Aldeguer, der als Elfter ins Q1 muss, war nur eine Zehntelsekunde langsamer.
Der WM-Spitzenreiter bat durchaus nachdenklich zum Austausch mit den Medien. Martin berichtete: «Der Tag war ein wenig sonderbar, denn am Vormittag habe ich mich super wohlgefühlt, am Nachmittag nicht mehr – die Bedingungen haben sich verändert und wir haben nicht das Maximum herausgeholt.» Fakt ist: Das FP1 hatte Jorge Martin als Zweiter hinter Marc Marquez abgeschlossen.
Der Werkspilot des Projekts aus Noale weiter: «Am Morgen hat alles zusammengepasst – später konnte ich mit dem Medium-Reifen nicht mehr ausrichten. Wir sind auf «weich» gewechselt und nun hat sich die Balance des Bikes verschoben. So war nicht mehr möglich, das war zwar schnell genug, um das Ziel des Tages zu erreichen, aber es ist nicht gut, unter den Möglichkeiten zu bleiben. Es steht noch viel Arbeit an – auch weil wir hier mit einer frischen Basis angefangen haben –, jene von 2025 ist nutzlos.»
Von Frust allerdings auch keine Spur, Martin sieht den Japan-GP auch als Teamaufgabe: «Es ist gut, dass ich so nah an Marco dran bin – er ist super stark – aber es gibt auch Abschnitte auf der Strecke, auf denen ich schneller bin. Die Abstände sind nicht sehr groß. Ich werde versuchen, über das Wochenende noch mehr in den Flow zu kommen.»
In Motegi dient vorerst nur der Teamkollege als Anhaltspunkt, um noch mehr Fahrt aufzunehmen. Das Trackhouse-Duo mit Ogura und Fernandez verpasste die Chance, sich direkt ins zweite Qualifying zu fahren.
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