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Ferrari: Gegner verteidigen Teamchef Fred Vasseur

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur ist in den letzten Wochen und Monaten ins Fadenkreuz der Kritiker geraten. Spekulationen über dessen Absetzung werden in den Medien laut. Seine Berufskollegen verteidigen ihn.

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Ferrari konnte im vergangenen Jahr noch bis zum letzten Rennen um den WM-Titel kämpfen – doch letztlich setzte sich McLaren mit 14 Punkten Vorsprung durch. In diesem Jahr läuft es deutlich schlechter für das Team aus Maranello. Zur Saison-Halbzeit belegen die Roten zwar wieder den zweiten Platz in der Team-Wertung. Der Rückstand auf McLaren fällt aber mit 238 Punkten erschreckend gross aus.

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Deshalb steht Teamchef Fred Vasseur im Fadenkreuz der Kritiker. Über einen möglichen Abgang des Franzosen wird bereits spekuliert. Doch für die Kollegen des Teamprinzipals der Mannschaft aus Maranello stehen die Qualitäten von Vasseur ausser Frage.

So betonte etwa McLaren-CEO Zak Brown in Silverstone: "Ich bin ein Fan von Fred, ich kenne ihn schon seit geraumer Zeit, wie wir alle. Und ich finde, dass er sehr fair ist, deshalb kämpfe ich sehr gerne gegen ihn. Er ist auch technisch sehr versiert und ein echter Racer, der in vielen Motorsport-Disziplinen Erfahrung gesammelt hat."

Der Amerikaner verwies auch auf den Leistungsausweis des 57-Jährigen: "Letztes Jahr war er nur einen Schritt davon entfernt, den Titel zu holen. Und sie sind in der Lage, Rennen zu gewinnen – die Ergebnisse sprechen also für sich. Von Aussen ist das schwer zu erkennen – aber ich finde, dass Fred einen guten Job gemacht hat."

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Auch Toto Wolff hält grosse Stücke auf Vasseur. Der Mercedes-Teamchef sagt über seinen Berufskollegen: "Fred ist einer der besten Racing-Manager, die ich kenne. Wenn es mich nicht geben würde, dann würde ich Fred nehmen – mein Respekt für ihn ist also sehr gross. Er hat auch einen grossartigen Charakter und ist sehr direkt. Er spielt keine politischen Spielchen und weiss, wovon er spricht."

"Man muss ihm einfach vertrauen. Er ist sich vollkommen bewusst, dass es in Italien so ist, als würde er die Fussball-Nationalmannschaft trainieren. Man steht dauernd unter Beobachtung der Medien. Vielleicht muss man sich dafür ein dickes Fell zulegen, denn wenn er gewinnt, dann wird er wie Jesus gefeiert, und wenn er verliert, ist er der totale Looser. So läuft es in Italien einfach, und eigentlich ist diese Leidenschaft ja auch fantastisch. Man muss es also akzeptieren, und vielleicht muss er das noch lernen. Aber abgesehen davon sollte man ihn das Team einfach leiten lassen und ihm vertrauen. Einen Besseren werden sie nicht finden", betonte der Österreicher.

Man müsse der Teamleitung auch genügend Zeit geben, um die Probleme im Team zu lösen, fordert der Wiener. Und er verweist dabei auch auf die Leistung seiner Mercedes-Mannschaft: "Man schaue sich nur uns an, ich geniesse es auch nicht, dass wir nun schon das dritte Jahr in Folge nicht um den WM-Titel kämpfen können."

"Aber wir sind nicht hoffnungslos schlecht. Wir haben auch wirklich gute Rennwochenenden und gewinnen Rennen. Manchmal läuft es ganz respektabel. Und wenn es mal nicht so gut läuft, dann stellt niemand in Frage, ob der Chef seine Arbeit gut macht oder nicht. Sie sollten ihn also einfach sein Ding machen lassen", betonte der 53-Jährige.

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Grossbritannien-GP, Silverstone

01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:37:15,735 h

02. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +6,812 sec

03. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +34,742

04. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +39,812

05. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +56,781

06. Pierre Gasly (F), Alpine, +59,857

07. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1:00,603 min

08. Alex Albon (T), Williams, +1:04,135

09. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1:05,858

10. George Russell (GB), Mercedes, +1:10,674

11. Oliver Bearman (GB), Haas, +1:12,095

12. Carlos Sainz (E), Williams, +1:16,592

13. Esteban Ocon (F), Haas, +1:17,301

14. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1:24,477

15. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +1 Runde

Out

Kimi Antonelli (I), Mercedes, Unfallschäden

Isack Hadjar (F), Racing Bulls, Kollision mit Antonelli

Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, Dreher

Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, Kollision mit Ocon

Franco Colapinto (RA), Alpine, Motorproblem

WM-Stand (nach 12 von 24 Grands Prix und 2 von 6 Sprints)

Fahrer

01. Piastri 234 Punkte

02. Norris 226

03. Verstappen 165

04. Russell 147

05. Leclerc 119

06. Hamilton 103

07. Antonelli 63

08. Albon 46

09. Hülkenberg 37

10. Ocon 23

11. Hadjar 21

12. Stroll 20

13. Gasly 19

14. Alonso 16

15. Sainz 13

16. Lawson 12

17. Tsunoda 10

18. Bearman 6

19. Bortoleto 4

20. Colapinto 0

21. Doohan 0

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Konstrukteurspokal

01. McLaren 460 Punkte

02. Ferrari 222

03. Mercedes 210

04. Red Bull Racing 172

05. Williams 59

06. Sauber 41

07. Racing Bulls 36

08. Aston Martin 36

09. Haas 29

10. Alpine 19

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