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FIA unfair? David Coulthard: Geht’s in Leichtathletik auch um nur ein Bein?

Die Weise, wie der Autosport-Weltverband FIA die Leistung der F1-Motoren einschätzt, gibt zu reden. Denn korrigiert wird nur auf Verbrenner-Seite des, nicht bei der Elektrik. David Coulthard ist baff.

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Vor dem Traditions-GP-Wochenende steht für die Regelhüter des Autosport-Weltverbands FIA fest: Red Bull-Ford hat den kraftvollsten Verbrennungsmotor. Aus diesem Grund dürfen die Gegner, also Ferrari, Mercedes, Honda und Audi, an ihren Verbrennern entwickeln, Red Bull-Ford hingegen nicht, dies alles im Rahmen des so genannten ADUO.

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ADUO steht für «Additional Development and Upgrade Opportunities», also zusätzliche Entwicklungs- und Upgrade-Möglichkeiten. ADUO soll dafür sorgen, dass Motorenhersteller, die im Hintertreffen sind, eine Chance erhalten, ihren Rückstand während der Saison aufzuholen. Ab einem Rückstand von mindestens zwei Prozent beim Verbrenner wird Herstellern Entwicklungsspielraum gewährt.

Die FIA hat die Ergebnisse für die zweite ADUO-Phase veröffentlicht (die WM-Läufe vom Start in Australien bis einschliesslich Ungarn vor der Sommerpause umfassend). Sie kommt dabei zum Schluss, dass Mercedes in Sachen Leistung zwischen 2 und 4 Prozent hinter dem Klassenbesten liege; Ferrari, Audi und Honda liegen um mehr als 4 Prozent hinten.

FIA-Formelsportchef Nikolas Tombazis: «Die FIA hat im Rahmen unseres ADUO-Überprüfungsprozesses eine gründliche und umfassende Analyse durchgeführt. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der zweiten Phase sind wir zuversichtlich, dass die Analyse aufgrund der Qualität der Daten äusserst fundiert ist, was uns ein hohes Mass an Vertrauen in unsere Ergebnisse gibt.»

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Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies hat völlig zu Recht moniert, dass ADUO lediglich die Leistung des Verbrennungsmotors angeht (ca. 530 PS). Der Beitrag der elektrischen Seite wird ausser Acht gelassen. In der Branche gilt als klar, dass Mercedes das kraftvollste Gesamtpaket hat.

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Genau in diese Kerbe hat auch der langjährige Formel-1-Fahrer David Coulthard in seinem Podcast Up to Speed. Der 13-fache GP-Sieger und WM-Zweite von 2001 ist überhaupt nicht einverstanden damit, wie die FIA hier vorgeht.

Der 246-fache GP-Teilnehmer erklärt: «In der Formel 1 gibt es eine alte Redensart, dass die Aerodynamik König ist, und das war schon immer so eine Art Mantra. Wir neigen dazu, eher über die Aerodynamik als über die Motorleistung zu sprechen, und es gab verschiedene Beispiele dafür, dass Teams Weltmeisterschaften gewonnen haben, ohne den leistungsstärksten Motor zu haben.»

«Aber ich habe das Gefühl, dass hier mit ADUO eine echte Chance verpasst wurde. Die FIA sagt, es sei Wunsch der Teams gewesen, einen möglichst einfachen Korrektur-Mechanismus zu haben, was letztlich dazu führte, dass nur der Verbrennungsmotor als Teil der Antriebseinheit berücksichtigt wurde.»

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«Für mich ist das einfach nicht fair. Man fragt sich unweigerlich: Warum wird das so getan? Das ist ja so, als würden wir etwa in der Leichtathletik eine Art Limit auf ein bestimmtes Körperteil einführen. Dann würden die Leute auch sagen: ‘Wieso geht es hier nur um ein Bein?’ Denn im Wettkampf wird ja der ganze Körper eingesetzt.»

«Auf die Formel 1 umgesetzt: Bei der Antriebseinheit als Ganzes geht es doch nicht nur um den Verbrennungsmotor. Es geht auch um die elektrische Seite. Sorry, aber ich finde, das ist nicht der fairste Mechanismus zur Überwachung der Motorleistung.»

«Wir müssen uns vor Augen halten, wie enorm komplex diese Antriebseinheiten sind. Ein Beispiel: Wir wissen von McLaren, dass sie Anfang des Jahres frustriert waren, weil sie zwar die gleiche Antriebseinheit wie das Werks-Team von Mercedes haben, aber alle Informationen dazu erst eine Woche vor dem Rennen erhielten. Das reichte für McLaren einfach nicht aus, um Simulationen durchzuführen und die optimale Energieverteilung zu ermitteln.»

«Unterm Strich befinden wir uns hier in einer klassischen Situation, in der wir alle dasitzen und festhalten müssen: Das ist nicht die beste Lösung.»

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72

+15,906

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23

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+16,755

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+17,258

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17

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72

+32,332

1:14,303

12

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72

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