Formel-1-Rennen werden 2027 um 15 Kilometer kürzer
Kommende Saison werden die Formel-1-Rennen (je nach Streckenlänge) zwei oder drei Runden kürzer! Das beschloss die F1-Kommission. Was sich außerdem fürs kommende Jahr verändern soll.
Bevor nun sechs Formel-1-Rennen binnen sieben Wochen beginnen, haben Formel 1 und Weltverband FIA noch ein paar wegweisende Entscheidungen mit Blick auf die kommende Saison getroffen. Beim gestrigen (Montag, 21. September) Treffen der Formel-1-Kommission in London wurden mehrere Regelanpassungen entschieden. Die meisten gelten für 2027.
Die Änderungen im Detail
Die Rennen werden 2027 kürzer! Von bislang 305 Kilometern (bzw. je nach Länge der Rennstrecke der nächste Wert drüber, der über Start/Ziel führt) soll die Renndistanz ab kommender Saison 15 Kilometer kürzer sein. Der Richtwert liegt künftig also bei 290 statt 305 Kilometern (nur Monaco ist derzeit sowieso schon kürzer, weil die Strecke vergleichsweise langsam ist). Je nach Rennstrecke bedeutet das eine Verkürzung der Renndistanz von zwei oder drei Runden. Hintergrund der Verkürzung sind bereits vorgenommene Veränderungen am Motorenreglement (der berühmte Split zwischen Verbrenner und Batterie).
Neues Zeitlimit! Weltverband FIA und Formel 1 einigten sich noch auf ein paar Änderungen, was zum Beispiel durch Regen unterbrochene Rennen angehen. In solchen Szenarien, in denen Rennen mittendrin unterbrochen werden mussten, begann bislang ein kompliziertes Rechenspiel und der Blick auf einen Countdown. Das soll künftig einfacher werden. Die Rennen sollen statt der bisherigen Drei-Stunden-Marke inklusive Unterbrechungen ab Beginn künftig eine festgelegte Endzeit bekommen. Die Renndauer soll bei maximal zwei Stunden bleiben – nur der Rechenweg soll einfacher und transparenter werden, wenn Unterbrechungen langwierig oder zahlreich werden.
Freie Trainings werden flexibler! Wenn Trainingssessions unterbrochen werden, in der Regel durch rote Flaggen nach Unfällen, soll künftig auch mehr Planungsspielraum gegeben sein. Üblicherweise läuft die Uhr auch bei längeren Unterbrechungen weiter, Teams und Fahrer verlieren Trainingszeit. Nur unter außergewöhnlichen Umständen wurde manchmal Trainingszeit rangehängt. So lief es zum Beispiel in Madrid, als mehrfach Rot war und die Strecke für alle neu. Die Verlängerung soll künftig flexibler gehandhabt werden können
Außerdem wurde die Homologation der Getriebe für 2027 aufgehoben, um den Zulieferern Entwicklungsfreiheit zu gewähren, heißt es. Dazu wurden nicht näher erklärte «geringfügige» Veränderungen an den Technischen Regularien für 2027 vorgenommen, ebenso geringfügige Anpassungen bei den Sportlichen und Finanziellen Regularien für 2026, also für die laufende Saison.
Wie im Verfahren üblich, müssen diese Entscheidungen noch beim nächsten Treffen des Weltmotorsportrats durchgewunken werden (in gut einem Monat), ehe sie in Kraft treten. Das ist aber eher Formsache.
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