Günther Steiner über Max Verstappen & Kimi Antonelli: Verblüffende Aussage
Der langjährige Haas-Teamchef Günther Steiner (61) vergleicht die Ausnahme-Rennfahrer Max Verstappen und Kimi Antonelli. Dabei kommt der Südtiroler zu einem verblüffenden Schluss.
So schnell geht das in der Formel 1: Vor der GP-Saison 2026 galt Mercedes-Fahrer George Russell als WM-Favorit, nun liegt sein italienischer Stallgefährte Kimi Antonelli mit enormem Vorsprung in Führung des Zwischenklassements; und die Frage ist wohl nicht mehr, ob der 19-Jährige aus Bologna zum jüngsten Formel-1-Champion wird, sondern wie früh.
Auch Günther Steiner hat die Entwicklung des jungen Antonelli genau beobachtet. Der frühere Haas-Teamchef sagt in seinem Podcast The Red Flags auf die Frage, wem er eher einen Vierjahresvertrag geben würde, Antonelli oder Max Verstappen: «Kimi, keine Frage. Wenn es nun um zwei Jahre gegangen wäre, dann hätte ich vielleicht Max gesagt. Aber vier Jahre? Ich glaube, in vier Jahren ist Kimi Antonelli besser als Max Verstappen.»
Der 61-jährige Meraner vergleicht zwei überirdische Aufholjagden von Max und Kimi, Verstappen im Regen von Brasilien 2024, Antonelli in Monza 2026.
Zur Erinnerung: Verstappen erhielt vor dem Brasilien-GP eine Strafe wegen des Einbaus neuer Motorteile und musste von P17 losfahren. Dann preschte Max zum Sieg.
Antonelli musste sein Heimrennen von P19 in Angriff nehmen (ebenfalls strafversetzt wegen eines neuen Motors), was ihn nicht daran hinderte, zum ersten italienischen Monza-Sieger seit 1966 zu werden!
Günther Steiner findet: «Ich fand die Fahrt von Max damals in Brasilien spektakulärer, aber die Leistung von Kimi in Monza letztlich besser. Ich weiss noch, wie wir uns damals in Sao Paulo bei Max alle angesehen und gefragt haben: ‘Was passiert hier?’»
«In Monza war das Rennen insofern solider, weil es keinen Regen gab, sondern der Grand Prix nach der Zwangspause wegen des Leclerc-Unfalls eigentlich normal ablief. Und dennoch hat Kimi gewonnen.»
«Bei Max damals konnte er sich im Regen sagen: ‘Ich habe nichts zu verlieren und hau jetzt voll rein.’ Bei Kimi in Monza fand Antonelli die ideale Mischung aus Angriff und Kontrolle, das war rundweg ein fantastisches Rennen von ihm.»
Antonelli machte bis zum Leclerc-Crash auf harten Reifen sieben Ränge gut (Stroll, Sainz, Tsunoda, Pérez, Bottas, Hülkenberg Leclerc), nach dem Re-Start schnappte er sich Ocon, Bearman, Bortoleto und Colapinto.
Bis Runde 7 war Kimi schon Sechster (Lindblad und Norris gekauft), dann ging er an Pole-Mann Gasly vorbei.
Danach profitierten Kimi und Mercedes clever von einer virtuellen Safety Car-Phase, um Antonelli frische Reifen zu geben. Damit fuhr der 19-Jährige zum Sieg.
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