Taka Nakagami überraschte: Aus dem Stand so gut wie die Honda-Stammfahrer
Als Ersatz für Honda-Werkspilot Joan Mir kam Takaaki Nakagami zu einem unerwarteten MotoGP-Einsatz auf dem Red Bull Ring. Der Japaner überraschte mit einer Performance auf dem Niveau der Stammfahrer.
Auch wenn Joan Mir beim Misano-GP noch vor Rennmitte das Handtuch geworfen hatte, hatte niemand erwartet, dass der Spanier auf das Meeting eine Woche später auf dem Red Bull Ring komplett verzichten würde. Das gilt auch für HRC-Testfahrer Takaaki Nakagami, der kurzfristig als Ersatz einspringen musste.
Der Japaner war wegen des heutigen Spielberg-Tests ohnehin nach Österreich geflogen, doch in den vergangenen Monaten war der 34-Jährige überwiegend in das 850er-Projekt mit Pirelli-Reifen eingespannt. Zur Info: Sein letztes MotoGP-Rennen mit Michelin fuhr Nakagami in Motegi 2025, damals mit einer Wildcard!
Meine körperliche Verfassung war nicht perfekt.Takaaki Nakagami
In Anbetracht der Umstände schlug sich Nakagami wacker und ließ im Sprint als 15. LCR-Stammfahrer Diego Moreira hinter sich – im Hauptrennen als 13. sogar Werkspilot Luca Marini (14.) und den Brasilianer (15.)! «Ich bin beim Test vor diesem Rennen viele Runden gefahren, daher war meine körperliche Verfassung nicht perfekt. Und wenn man im Qualifying oder im Rennen bis an seine Grenzen gehen muss, spürt man das», sagte Nakagami. «Im Qualifying und im Sprint haben wir einige positive Eindrücke gesammelt. Es gibt zwar noch viel zu verbessern, aber Schritt für Schritt machen wir Fortschritte. Von Session zu Session klappt die Zusammenarbeit mit dem Team besser und sie haben mir sehr geholfen, mich mit den anderen Honda-Fahrern zu vergleichen.»
Weil aber kein Setting der Elektronik wirklich gut funktionierte, ging Nakagami für das Sonntagsrennen ein Wagnis ein. «Im Sprint haben wir einige wertvolle Erkenntnisse gewonnen und einige Änderungen vorgenommen. Insbesondere wollte ich, dass die Traktionskontrolle weniger regelt. Die 28 Runden waren mit der von uns gewählten Strategie wirklich hart», schilderte der Japaner. «Ich musste äußerst präzise fahren, wusste aber, dass ich in der zweiten Rennhälfte mehr aus den Reifen herausholen könnte. Ich hatte nicht erwartet, dass ich vor anderen Honda-Piloten ins Ziel kommen würde, von daher kann ich zufrieden sein.»
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