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FP3 Belgien: Bestzeit von Vettel, Crash von Vandoorne

Die letzte freie Trainingsstunde wurde durch eine rote Flagge verkürzt, weil Stoffel Vandoorne seinen McLaren in die Leitplanken setzte. Ferrari-Ass Sebastian Vettel hatte zuvor die Bestzeit aufgestellt.

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In der Nacht auf Samstag war ein Regenschauer über den Circuit Spa-Francorchamps niedergegangen, dennoch konnten die GP-Stars die letzte freie Trainingsstunde auf Slick-Reifen in Angriff nehmen, denn die knapp 7 km lange Piste war zum Start des dritten freien Trainings trocken. Es dauerte auch nicht lange, bis die Zuschauer am Traditionskurs unterhalten wurden, denn das McLaren-Duo Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne übte gleich in den ersten Minuten das Windschattenfahren für das Qualifying.

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Die erste Rundenzeit des Tages stellte Alonso mit 1:47,202 min auf, die gleich darauf von Vandoorne mit 1:47,163 min unterboten wurde. Der Dritte, der eine gezeitete Runde drehte, war Nico Hülkenberg, der mit 1:50,159 min deutlich langsamer als die McLaren-Stars blieb. Der Deutsche war wohl mit viel Sprit im Tank unterwegs, da er das dreizehnte Rennen des Jahres ohnehin vom Ende der Startaufstellung wird in Angriff nehmen müssen.

Denn in Hülkenbergs Renault wurde für das erste Kräftemessen nach der Sommerpause ein neuer Motor eingebaut, und weil damit das straffrei erlaubte Kontingent an Motorkomponenten überschritten wurde, muss der Emmericher nach hinten rücken. Das gleiche Schicksal teilt Mercedes-Star Valtteri Bottas, der noch hinter dem gelben Renner losfahren muss, weil die Franzosen den Wechsel vor den Silbernen angemeldet hatten.

Der 31-Jährige leistete sich in der ersten halben Stunde einen amüsanten Zweikampf mit Kimi Räikkönen, der den Renault überholen wurde. Der Weltmeister von 2007 schaffte es schliesslich in der Schikane, an Hülkenberg vorbeizuziehen – nur um gleich nach seinem schnellen Versuch wieder vom Renault-Star überholt zu werden.

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"Die Fahrer müssen im Training nicht zur Seite rücken und Nicos schnelle Runde wurde auch durch das Überholmanöver von Kimi kompromittiert, weil er seinen schnellen Versuch nun in der verwirbelten Luft starten muss", kommentierte der frühere GP-Pilot und heutige Sky-Sports-F1-Experte Anthony Davidson.

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Räikkönen schaffte es dennoch, sich an die Spitze zu setzen – auch, weil Hülkenberg zuvor seinem Teamkollegen Sebastian Vettel im Weg gewesen war, der auf den superweichen Reifen eine schnelle Runde hatte drehen wollen.

18 Minuten nach dem Start der Session zeigte sich erstmals auch Weltmeister Hamilton auf der Piste. Der Mercedes-Star hatte sich für seinen Run die weichen Gummis aufziehen lassen und schaffte damit die vorerst drittschnellste Runde. Hamilton legte mit 1:43,523 min nach und sicherte sich damit die zweite Position, von der er seinen Teamkollegen Bottas verdrängte.

Kurz vor Halbzeit wechselten viele Piloten auf die superweichen Reifen, doch an der Spitze änderte sich vorerst nichts. Erst als auch Bottas die rot markierten Gummis holte, wurde es mit Blick auf die Spitzenzeiten spannend, denn der Finne kam bis auf 67 Tausendstel an die Zeit seines Landsmanns im Ferrari heran. Damit sicherte er sich den zweiten Platz vor seinem Teamkollegen Hamilton, doch dieser schlug bald darauf zurück.

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Auch Vettel gab nochmals Gas – genauso wie Räikkönen, der die Bestmarke auf 1:42,724 min verbesserte. Vettel blieb 33 Tausendstel langsamer, Hamilton, der sich über Vibrationen beschwerte, fehlten 64 Tausendstel auf die neue Bestzeit, während Bottas vorerst mehr als sieben Zehntel langsamer als der Iceman blieb. Doch damit war der Spitzenkampf noch nicht gelaufen, denn sowohl Räikkönen als auch Vettel gaben weiter Gas und der vierfache Weltmeister schaffte es schliesslich eine Viertelstunde vor Schluss, mit 1:42,661 min die Spitzenposition zu übernehmen.

Zehn Minuten vor dem Ende der Session wurde die rote Flagge geschwenkt. Ausgelöst wurde diese von Vandoorne, der sich auf der Kemmel-Geraden drehte, weil er beim Versuch, Bottas zu überholen, etwas zu weit aufs Gras fuhr und sich drehte. Dabei schlug er auch mit dem Heck an – weshalb an eine Weiterfahrt nicht mehr zu denken war.

Der Lokalmatador schimpfte über Boxenfunk über Bottas, und die Regelhüter kündigten an, sich die Szene genauer anzuschauen. Die Strecke wurde für die letzten beiden Trainingsminuten wieder freigegeben und diesmal war es Pierre Gasly, der mit einem Dreher ausgangs der Boxengasse für Action sorgte. Der Franzose, der 2019 für Red Bull Racing fahren wird, hatte Glück im Unglück und konnte hinterher unverrichteter Dinge weiterfahren.

Am Ende durfte Vettel mit 1:42,661 min zum sechsten Mal in diesem Jahr die FP3-Bestzeit bejubeln, hinter ihm reihten sich Räikkönen, Hamilton, Bottas, Max Verstappen, Daniel Ricciardo, Charles Leclerc, Sergio Pérez, Hülkenberg, Esteban Ocon, Romain Grosjean, Marcus Ericsson, Carlos Sainz, Kevin Magnussen, Gasly, Brendon Hartley, Lance Stroll, Sergey Sirotkin, Alonso und Vandoorne ein.

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