Fred Vasseur/Ferrari rechnet mit klaren Worten ab: «Das schadet uns enorm»
Wochenlang wurde gemunkelt, der Stuhl von Ferrari-Teamchef Fred Vasseur wackle. Bis die italienische Kultfirma dem Franzosen den Rücken stärkte. Fred Vasseur fühlt sich ungerecht behandelt.
Ende September 2026 hatten Ferrari-Präsident John Elkann und -Geschäftsleiter Benedetto Vigna die Nase voll. Aufgrund von anhaltenden Gerüchten, wonach die Zeit von Teamchef Fred Vasseur am Ruder der berühmtesten Scuderia der Welt womöglich zu Ende gehe, hat Ferrari darüber informiert, wie sie die Chefsache sehen.
Die leitende Firmensprecherin Maria Conti teilte mit: «In den letzten Tagen gab es vermehrt Spekulationen rund um die Scuderia Ferrari HP, insbesondere im Hinblick auf deren Führung. Die Haltung von Ferrari ist klar und hat sich nicht geändert. Wir haben volles Vertrauen in Fred Vasseur und sein Team – und das bleibt auch so. Im Moment ist es entscheidend, dass das Team geeint und geschlossen auftritt.»
«Wir äussern uns heute dazu, weil wir vermeiden wollen, dass sich am kommenden Wochenende in Malaysia wieder alles nur um derartige Gerüchte und Spekulationen dreht. Wir wollen uns auf das Rennen, die Leistung und das Team konzentrieren.»
Das alles ist nicht spurlos an Fred Vasseur vorbeigegangen. In einem Gespräch mit dem früheren Ferrari-Piloten Jean Alesi für Canal+ sagt Vasseur: «Ich habe kein Instagram, ich habe kein Twitter, ich lese die Presse nicht. Ich versuche, mich von all dem zu isolieren.»
«Das Problem Nummer 1 bin aber nicht ich; das sind vielmehr die 1500 Personen, die mit mir arbeiten und die – wenn in der italienischen Presse etwas Negatives über mich oder das Team berichtet wurde – am Morgen die Auswirkungen spüren. Und ich denke, dass dies den Ergebnissen des Teams enorm schadet.»
«Zur Ferrari zu gehen, ist nicht der Heilige Gral, sondern mit Ferrari zu gewinnen. Ich fühle mich überhaupt nicht angekommen. Bei Ferrari zu arbeiten, das ist schön, aber es ist noch schöner, wenn man siegt.»
«Es gibt einen markanten Unterschied zwischen dem, was man in der Presse, in Blogs oder anderswo über Ferrari lesen kann, und der wahrhaftigen Einstellung unserer Mitarbeiter, die immer ultra-positiv ist. Wir haben Hunderte von Menschen vor der Fabrik, wenn wir gewinnen, aber die Menschen sind auch für uns da, wenn wir verlieren. Ich empfinde das nicht als Druck, sondern ein Mehrwert.»
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