Gabriel Bortoleto (Audi) ohne Blatt vor dem Mund: «Wir brauchen mehr Power»
Audi hat in der GP-Saison 2026 erst einmal gepunktet – mit Gabriel Bortoleto auf Platz 9 beim WM-Auftakt Australien. Der Brasilianer sagt, wo die Deutschen zulegen müssen: «Wir brauchen mehr Power.»
Ist das Glas von Audi beim Formel-1-Abenteuer halb voll oder halb leer? Das ist Ansichtssache. Glas voll heisst – die Deutschen haben eine neue Antriebseinheit gebaut, dazu Sauber geschluckt und ausgebaut, und mit der Kombination aus Chassis und Hybrid-Antrieb ist der junge Gabriel Bortoleto im ersten Formel-1-Rennen von Audi Neunter geworden beim Saisonstart von Melbourne (Australien).
Glas leer heisst – das sind die einzigen Punkte geblieben, Nico Hülkenberg steht noch mit leeren Händen da, der erfahrene Deutsche konnte wegen Defekten in Australien gar nicht erst starten und ist in Miami ausgefallen. Bortoleto seinerseits konnte in China gar nicht erst in den Grand Prix gehen, weil er von seinem Dienstwagen im Stich gelassen wurde.
Der 21-jährige Bortoleto, F3-Champion 2023 und F2-Meister 2024, hat im Fahrerlager des Circuit Gilles Villeneuve von Montreal über die Zwischenbilanz von Audi gesprochen.
Der Südamerikaner nimmt kein Blatt vor den Mund: «Das grösste Entwicklungspotenzial haben wir bei der Antriebseinheit. Wir brauchen mehr Power, da liegen wir zurück.»
«Ich finde, in Sachen Chassis sind wir gut aufgestellt, damit bin ich zufrieden. Beim Motor ist es so – unsere Leute haben grundsätzlich als neuer Motorhersteller in der Formel 1 einen Super-Job gemacht. Aber im Vergleich mit der Konkurrenz ist der Leistungsunterschied zu den Anderen offensichtlich.»
«Das macht die Arbeit der Fahrer natürlich nicht einfacher. Ich habe das Gefühl, wir hetzen immer hinterher, zu sehe damit beschäftigt, auf den Geraden Energie zu gewinnen, die wir später brauchen.»
«Das Manko geht zurück auf beide Elemente, also auf den V6-Verbrenner und die elektrische Seite. Es gibt nicht ein einziges Problem, das heraussticht, es liegt ein wenig an allem. Aber unterm Strich mangelt es an Leistung, die Daten dazu sind öffentlich und klar. Durch diese Phase müssen wir durch und halt sehen, wie wir Schritt um Schritt Fortschritte machen können.»
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